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Hitzewelle wird für viele zur Gefahr: Mediziner erklären Anzeichen - Darauf sollten Sie nun achten

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Hitze in Deutschland - Pokrent
In der kommenden Woche steigen die Temperaturen noch weiter an. Da hilft nur Abkühlung. © Jens Büttner/dpa

Sie kommt, die Hitzewelle. Für einige Menschen können hohe Temperaturen zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Denn die Gefahr erkennen viele erst, wenn es fast zu spät ist.

München - Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Deutschland Höchsttemperaturen. Dass hohe Temperaturen körperlich anstrengend sein können, ist vielen Menschen bewusst. Dass Höchsttemperaturen und sommerliches Wetter gefährlich werden können, wissen viele nicht. „Hitze ist eher ein ‚stilles Unwetter‘, das ‚sieht‘ man eben nicht wirklich“, warnt Experte und Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met in einer Mitteilung. Und auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach twitterte: „Diese Hitzewelle könnte viele Todesopfer bringen.“

Nicht nur bei heftigen Hitzewellen, wie sie im Anrollen ist, sondern bei hohen Temperaturen generell sei es ein Problem, dass Personen die Gefahr oft zu spät erkennen. „Manchen Menschen ist ein bisschen übel, sie haben einen trockenen Mund“, sagt Malte Issleib, Intensivmediziner in Hamburg gegenüber tagesschau.de. „Das werten die Menschen oft noch gar nicht als schlimm.“ Dann würden die Symptome stärker und bis zu einer Ohnmacht reichen. Folge von zu großer Hitze für den Organismus können Hitzeschlag, Sonnenstich, Hitzekollaps oder Hitzekrampf sein.

Hitzeschlag - das sind die Anzeichen

Ein Hitzeschlag kann lebensbedrohlich sein. Das deutsche rote Kreuz listet folgende Anzeichen für einen Hitzeschlag:

Weist eine Person genannte Anzeichen auf, sollte man sie sofort in den Schatten bringen und den Oberkörper hochlagern. Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, kann sie Fruchtsaftschorle oder Früchtetees trinken. Ist die Person eher benommen, sollten die Beine hochgelagert werden, bei einer Bewusstlosigkeit ist sie in die stabile Seitenlage zu bringen und umgehend der Notruf unter 112 zu kontaktieren.

Ob jung oder alt - wichtig für alle Menschen ist es, die direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, sowie körperliche Überanstrengung bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr. Das A und O bei hohen Temperaturen ist es, ausreichend zu trinken. Gut eignen sich Wasser, Schorle und stark verdünnte Fruchtsäfte. Als Snack für zwischendurch sind Obst oder Gemüse mit hohem Wasseranteil zu empfehlen, etwa Wassermelonen oder Gurken.

Hitzestau - Hohe Temperaturen sind gefährlich für Babys

Doch nicht nur älteren Menschen und Erwachsenen macht die Hitze zu schaffen. Ein Säugling oder Baby kann seine Körpertemperatur, insbesondere die Schweißproduktion, nur schwer selbst regulieren. Da die Kleinen oft zu warm angezogen sind, neigen sie zu Hitzestau. „Dass man bei 35 Grad Celsius das Kind nicht in der Mittagsonne im Freien liegen lassen soll, sondern Schatten aufsucht und direkte Sonneneinstrahlung meidet, sollte klar sein“, erklärt Prof. Dr. Jens Möller, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Saarbrücken auf klinikum-saarbruecken.de. Bei Temperaturen über 30 Grad kühle kein Baby aus. Eine gute Lösung, ist es, die Säuglinge nur mit der Windel auf einer Decke im Schatten zu legen. Zum Abkühlen könne man die Kleinen mit einem feuchten Tuch vorsichtig abwischen.

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