Ein Laptop und Hände auf der Tastatur
+
Mit diesen Sicherheitsvorkehrungen schützen sie sich vor Datenraub, Cyberangriffen und Phishing. (Symbolbild)

Hacker suchen Sicherheitslücken

Gefahren im Homeoffice - So schützen Sie sich und Ihren Arbeitgeber vor digitalen Angriffen

  • Raffael Scherer
    vonRaffael Scherer
    schließen

Cyberangriffe, Datenraub und Phishing: Bei der Arbeit im Homeoffice lauern viele Gefahren. Diese Sicherheitsvorkehrungen sollten Sie unbedingt beachten.

München - Seit der Corona-Pandemie arbeiten immer mehr Menschen im Homeoffice. Bequem von zu Hause aus am Computer die Arbeit zu erledigen ist für viele verlockend. Kein langer Arbeitsweg, in der Pause schnell die Wäsche aufgehängt und mit nur einem Klick am Ende des Tages gleich daheim im Feierabend. Doch sollten gewisse Sicherheitsvorkehrungen getätigt werden, da die Rechner im Privathaushalt oft weniger gut vor Kriminellen geschützt sind, als im Büro.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat daher mehrere Hinweise veröffentlicht, die vor Cyberangriffen, Viren und Datenklau schützen sollen. Angefangen bei klaren Richtlinien. Jedes Unternehmen sollte IT-Sicherheitsregeln aufstellen und diese schriftlich und verbindlich an alle Mitarbeiter verteilen. Bei Nachfragen sollte dafür gesorgt werden, dass die Regeln für jeden unmissverständlich und anwendbar sind. So können erste Fehler am Rechner, die eine Angriffsfläche bieten, von vornherein vermieden werden.

Sicherheit im Homeoffice: Kein Fremder darf sich Zugang zum Rechner verschaffen können

Des Weiteren rät das BSI dazu, den Arbeitsplatz zu Hause abzusichern. Ähnlich wie im Büro, wo nicht jeder Zugriff und Einsicht auf den Arbeitscomputer hat, sollte es auch daheim funktionieren. Es sollte also auch daheim darauf geachtet werden, dass niemand anderes Zugriff auf das eigene Homeoffice hat.

Das heißt, wenn sie das Arbeitszimmer verlassen, Türe und Fenster versperren, damit sich niemand am eigenen Rechner zu schaffen machen kann. Genauso sollte jeder seinen Computer für die Dauer der Abwesenheit sperren. Fremde sollten also keine Möglichkeit auf Zugriff oder auch nur Einsicht in die Arbeitsmaterialien haben.

Sicherheit im Homeoffice: Mehr Phishing-Mails als je zuvor

Der nächste wichtige Schritt zu einem sicheren Homeoffice ist die Verifizierung. Sind Sie sicher, dass diese Nachricht gerade von ihrem Kollegen kam? Um Unsicherheiten bei der Kommunikation zu unterbinden, sorgen Sie für klare Richtlinien. Es sollten sich also alle Mitarbeiter mit demselben, vertrauenswürdigen und abgesicherten Kommunikationsprogramm erreichen können. Alle anderen Nachrichten, die über ungewöhnliche Wege zu ihnen gelangen, können somit gleich als verdächtig eingestuft und eliminiert werden. Kriminellen wird so der Zugang deutlich schwerer gemacht.

Ein großes Problem sind weiterhin Phishing-Mails. Die pandemiebedingte Situation nutzen viele Kriminelle besonders gerne aus, sodass mehr betrügerische E-Mails im Umlauf sind als je zuvor. Bei diesen E-Mails versuchen die Verbrecher an so viele persönliche Daten ihrer Opfer wie möglich zu bekommen.

Sicherheit im Homeoffice: Interne Daten des Unternehmens müssen besonders gut geschützt werden

Vor allem abgesehen haben sie es auf Nutznamen, Kontodaten, Adressen und Passwörter. Durch scheinbares Zurücksetzen von Passwörtern, Paketverfolgungen oder falsche Terminanfragen versuchen diese sich Zugriff zu verschaffen. Achten Sie bei den eintreffenden E-Mails also stets darauf, ob ihnen der Absender bekannt ist und ob er sie mit seiner gewohnten Adresse kontaktiert.

Geht es um den Zugriff auf interne Daten des Unternehmens, ist besondere Vorsicht geboten.  Greifen Sie hierfür idealerweise kryptografisch abgesicherte Virtual Private Networks (kurz: VPN). Sollte das bisher nicht der Fall sein, bitten Sie den Arbeitgeber darum, sich über eine sichere Daten-Infrastruktur zu informieren.

Mit diesen Ratschlägen sind Sie auch während der Corona-Pandemie den Betrügern immer einen Schritt voraus. Doch Homeoffice birgt auch gesundheitliche Gefahren. Von Hacker-Angriffen sind sogar Politiker immer wieder betroffen.

Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare