Ärger wegen Corona-Regeln

Mutter entsetzt über Hornbach, nachdem sie sich von Mitarbeitern „penetriert“ fühlt: „Wo bitte sind wir?“

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
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Eine Mutter beschwert sich auf Facebook heftig über das Verhalten von Hornbach Mitarbeitern. Sie fühlte sich beim Einkauf mit ihrer Familie von den Mitarbeitern „penetriert“.

Braunschweig - Eine Mutter aus Braunschweig beschwert sich auf Social Media mit einem Post über den Kundenumgang der Hornbach-Mitarbeiter. Sie besuchte den Baumarkt mit ihrer Familie. Dies stieß in der aktuellen Corona-Zeit jedoch nicht auf Verständnis der Mitarbeiter. Daher rügten sie die Frau: „Sie können daraus keinen Familienausflug machen“, schildert sie das Gesagte. Die Facebook-Userin räumt ein, Verständnis für die schwierigen Zeiten und den Hinweis zu haben, aber betont auch, sie habe „keine andere Möglichkeit“ gehabt.

Mutter fühlt sich bei Einkauf in Hornbach-Markt von Mitarbeitern bedrängt

Dies erklärte sie nach eigenen Angaben auch den Mitarbeitern vor Ort. Vergebens. „Dann nicht aufzuhören ist unverschämt“, schreibt sie in dem an Hornbach gerichteten Post. „Dass man in Braunschweig penetriert wird, weil man als Familie kommt, finde ich unmöglich“, sagt sie.

Mutter schreibt auf Facebook über Hornbach: „Dass man penetriert wird, weil man als Familie kommt, finde ich unverschämt“

Auch dass ein Mitarbeiter ihr erklärte, dass einer mit dem Kind hätte zu Hause bleiben können, bringt die Kundin auf die Palme. „Wo bitte sind wir?“, schreibt sie. „Muss ich Ihrem Mitarbeiter meine Krankengeschichte auf den Tisch legen und meine Familiengeschichte noch dazu????“ Zusätzlich empfinde sie sich ungerecht anderen gegenüber behandelt, dann laut ihren Beobachtungen liefen an dem gleichen Tag Kinder ohne Elternaufsicht in dem Markt herum und steckten sogar „die Finger in die Aquarien“.

Eine Mutter postet eine satte Beschwerde über Hornbach-Mitarbeiter öffentlich auf Facebook.

Vorwurf auf Facebook an Hornbach: „Muss ich einem Mitarbeiter meine Krankengeschichte auf den Tisch legen?“

Hornbach selbst reagierte mittlerweile auf den Beschwerde-Post und räumte Verständnis für die Verärgerung der Kundin ein. Jedoch betonte das Social-Media-Team des Baumarkts in der öffentlichen Stellungnahme auf Facebook auch nochmals die Bitte, Abstand von „Familienausflügen“ in den Filialen zu nehmen. Der Konzern versicherte den Vorfall mit dem entsprechenden Markt-Team zu klären.

Hornbach reagiert auf Facebook mit Verständnis für Beschwerde

Auch regt sich die Beschwerdeführerin über den Service von Hornbach auf. „Eigentlich hätte ich das gerne über ein Kontaktformular geklärt, aber dies ist nicht möglich. Selbst auf Anfrage über Telefon konnte mir keiner eine E-Mail sagen. Das nenne ich jetzt mal Service“, führt sie ihre Wut aus.

Mutter wirft Hornbach schlechten Kundenservice in öffentlichem Facebook-Post vor

Auf Facebook bekommt die Kundin Zuspruch von anderen in den Kommentaren unter ihrem Post. „Wenn es aus familiären Gründen oder Krankheitsgründen nicht geht, dass Kinder Zuhause bleiben, dann muss das auch von den Mitarbeitern von Hornbach akzeptiert werden“, schreibt beispielsweise ein anderer User. Eine weitere Nutzerin kommentiert: „Das wird alles noch sehr interessant werden und es gruselt mich...“

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Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa/picture Alliance

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