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Huawei will neue Wege gehen und dem Hardwaremarkt vorerst den Rücken kehren.

Software statt Hardware

Huawei plant große Neuausrichtung: Erhebliche Folgen für Handy-Nutzer möglich

  • VonJulia Schöneseiffen
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Huawei verkündet in einem internen Memo, dass es für den Konzern in eine neue Richtung gehen soll. Huawei-Smartphones wären dann Geschichte.

Shenzhen (China) - In den letzten Jahren hatte das chinesische Unternehmen Huawei mit einigen Rückschlägen zu kämpfen. Insbesondere die Restriktionen der USA im Jahr 2019 trafen den Konzern hart. Die US-Regierung beschuldigte Huawei, Spionageaktivitäten für die chinesische Regierung durchzuführen. Nun schmiedet der Konzern Pläne für die Zukunft. Diese Zukunftspläne könnten sich auf Handy-Nutzer auswirken: Denn der Konzern wolle sich künftig auf den Softwaremarkt konzentrieren und dort eine entscheidende Rolle spielen. Dies berichten chip.de und „Schmidtis Blog“.

Huawei will weg von Smartphones

In einem internen Memo an die Mitarbeiter des Unternehmens erklärt der Huawei-Gründer Ren Zhengfei, wo es in Zukunft für das Unternehmen hingehen soll. Aus dem Memo geht hervor, dass Huawei sich künftig nicht mehr auf Hardware wie zum Beispiel Smartphones, sondern auf die Software-Entwicklung konzentrieren möchte. Laut chip.de, die in das Memo einsehen konnten, versucht Huawei dadurch dem massiven Einfluss der USA zu entgehen und somit mehr Autonomie zu erlangen.

Bereits mit dem Betriebssystem Harmony OS, welches aufgrund der US-Blockade von Huawei selbst entwickelt wurde, geht das Unternehmen einen Schritt in die neue Richtung. Weitere Softwarelösungen sind das Cloud-KI-System Mindspore und ähnliche IT-Produkte.

Huaweis Zukunftspläne zur Umgehung der USA

Offenbar versucht der chinesische Konzern mit der Bereitstellung von Softwarelösungen für ihre Operationen sowohl die USA als auch ihre Verbündeten komplett zu umgehen. Dies würde den Einfluss und die Einmischung der US-Regierung begrenzen, so „Schmidtis Blog“.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte Huawei 2019 auf eine Export-Blacklist gesetzt. Dadurch wurde dem chinesischen Konzern der Zugriff auf wichtige US-Technologien verwehrt. Huawei stellte dies vor große Probleme. Für das Unternehmen war es beschwerlich eigene Chips und Quellkomponenten von externen Anbietern zu entwickeln, so chip.de. Bisher gebe es auch keine Hinweise darauf, dass die US-Regierung unter Joe Biden diese Sanktionen aufheben will. Daher scheint der Plan, sich auf den Softwaremarkt zu konzentrieren, genau der richtige für das Unternehmen Huawei zu sein. Insbesondere da nach wie vor ein Handelsstreit zwischen China und den USA tobt. (jsch)

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