IKEA mit verrückter Aktion

IKEA startet ungewöhnliche Kampagne: Riesen-Vorteil für Kunden oder nur Marketing?

  • Thomas Konnerth
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Möbelgigant IKEA startet bald eine ausgefallene Aktion: IKEA kauft alte Produkte und gibt den Kunden dafür Gutscheine. Was steckt hinter der „Buyback Friday“-Kampagne?

  • IKEA kauft im Winter für kurze Zeit gebrauchte Möbel von seinen Kunden.
  • Im Gegenzug verteilt der Möbelgigant Wertgutscheine.
  • Die „Buyback Friday“-Kampagne startet im November.

Hofheim-Wallau - Beim letzten IKEA-Besuch haben Sie wieder mehr gekauft als eigentlich geplant war? Dieses Szenario kennt fast jeder. Dafür hat das schwedische Möbelhaus jetzt eine Aktion geplant, bei der der Spieß umgedreht wird. IKEA kauft gebrauchte Möbelstücke seiner Kunden und die kriegen dafür auch noch einen Gutschein. Und was soll das Ganze? Wird IKEA jetzt zu einem Second-Hand-Möbelhaus?

Ikea will gebrauchte Möbelstücke gegen Gutscheine zurückkaufen.

IKEA kauft Möbel zurück: Das steckt hinter der „Buyback Friday“-Kampagne

Mit seiner Kampagne „Buyback Friday“ vom 21. November bis zum 06. Dezember 2020 möchten das schwedische Möbelhaus einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität gehen. Das Unternehmen hat sich vorgenommen nachhaltiger und bis 2030 sogar klimaneutral zu werden. Dafür nimmt IKEA jetzt alte Möbelstücke zurück und gibt seinen Kunden im Gegenzug Gutscheine, die sie innerhalb der nächsten drei Jahre in allen Filialen des Einrichtungshauses einlösen können. Aus Amazon‘s „Black Friday“ wird somit bei IKEA der „BuyBack Friday“. Das besondere an der Aktion: Die zurückgebrachten Möbel sollen zu vergünstigten Preisen in einer Fundgrube angeboten werden. IKEA erklärt in einer Pressemitteilung: „Wir möchten die Lebensdauer unserer Möbelstücke verlängern und verantwortungsvoll mit begrenzten Ressourcen umgehen.“

IKEA kauft gebrauchte Möbel: Mehr Nachhaltigkeit durch „Buyback Friday“-Kampagne

Das Prinzip ist bei IKEA nicht neu, schon seit längerem kauft das Möbelhaus alte Produkte wieder an, um diese in der Fundgrube weiterzuverkaufen. Während der „Buyback Friday“-Kampagne möchten die Schweden noch einmal einen besonderen Verkaufs-Anreiz schaffen, indem der reguläre Rückkaufpreis um 20 Prozent angehoben wird.

Der Rückkaufpreis ist abhängig vom Zustand des jeweiligen Möbelstücks. Laut IKEA werden neuwertige Artikel ohne Kratzer für 50 Prozent des ursprünglichen Preises zurückgenommen. Für Möbel mit kleinen Gebrauchsspuren gibt es immerhin noch 40 Prozent und IKEA-Produkte mit mehreren Kratzern werden nur noch für 30 Prozent des Einkaufspreises zurückgekauft. Aktuell umfasst das IKEA-Sortiment dieser Fundgrube rund 1.500 Produkte, die ohne Gewinnmarge, sondern nur zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten werden. IKEA kündigte an, nicht weiterverkaufte Produkte zu recyceln oder für wohltätige Zwecke zu spenden. (tko)

Rubriklistenbild: © Fredrik von Erichsen

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