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Ikea hat Preise bereits deutlich angehoben - doch für Kunden des Möbelriesen kommt es noch dicker

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Von: Momir Takac

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Ikea Möbelhaus
Ein typisches IKEA-Möbelhaus. © Manfred Segerer/Imago

Anfang des Jahres erhöhte Ikea die Preise im Schnitt bereits um neun Prozent. Doch Kunden des Möbelriesen müssen sich auf weitere Steigerungen einstellen.

Delft - Wegen steigender Energiepreise bewegt sich die Inflation in Deutschland auf Rekordniveau. Im Euro-Raum war sie sogar nie höher. Und der Krieg in der Ukraine dürfte zu weiter steigenden Verbraucherpreisen führen.

„Der durch den Krieg ausgelöste Preisschub für Energie, Rohstoffe und Getreide wird die ohnehin immer noch hohe Preisdynamik weiter anheizen“, sagte ZEW-Experte Friedrich Heinemann. Die gestiegenen Preise wirken sich nicht mehr nur auf Heiz- oder Spritkosten aus, auch andere Produkte sind teils deutlich teurer geworden.

Ikea zieht die Preise an: Kunden des Möbelriesen bekommen Inflation zu spüren

So etwa Möbel. Der schwedische Möbelriese Ikea hatte bereits zu Jahresbeginn die Preise erhöht - um neun Prozent im weltweiten Mittel. Als Grund waren gestörte Lieferketten, gestiegene Logistikkosten sowie höhere Rohstoffpreise genannt worden. Holz beispielsweise verteuerte sich im vergangenen Jahr um mehr als 60 Prozent.

Doch damit nicht genug. Die Preise bei Ikea dürften künftig weiter steigen. Man sei als Firma bemüht, Preise grundsätzlich so niedrig und konstant wie möglich zu halten. Doch ließen sich Erhöhungen derzeit nicht vermeiden, teilte der Möbelkonzern der Süddeutschen Zeitung mit.

Ikea: Auch gestiegene Nachfrage lässt die Preise ansteigen

Neben den genannten Preistreibern hat Ikea mit einem weiteren Problem zu kämpfen: der gestiegenen Nachfrage während der Coronavirus-Pandemie. Dies in Verbindung mit höheren Transport- und Rohstoffkosten dürfte auf lange Sicht noch höhere Möbelpreise zur Folge haben.

„Das Angebot kann in vielen Bereichen mit der Nachfrage nicht Schritt halten, die knappen Güter werden also teurer“, erläuterte Jörg Zeuner, Chefvolkswirt des Fondsanbieters Union Investment. Laut Jan Kurth, dem Chef des Verbands der Deutschen Möbelindustrie, müssen Kunden durchschnittlich zwei bis drei Wochen länger auf ihre Möbel warten.

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