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„Liebes IKEA, wir leben im Jahr 2021!“ - Kunden sind genervt vom schwedischen Möbelhaus

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Von: Yasina Hipp

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Flaggen mit Ikea-Aufschrift.
Lieferengpässe verärgern Ikea-Kunden. © dpa-Zentralbild/dpa/Peter Gercke

Leere Regale und ungenaue Angaben beim Online-Versand: Ikea hat mit Lieferengpässen zu kämpfen. Das nervt die Kunden ganz gewaltig.

München - „Oh Mann, ich könnte ausflippen...“ - schreibt ein genervter Ikea-Kunde bei Facebook. Seit Monaten versuche er bestimmte Lampen des schwedischen Möbel-Giganten zu ergattern. Ohne Erfolg. Nie seien die Produkte gleichzeitig verfügbar - weder im Laden noch online. Auch das Vorbestellen funktioniert momentan nicht so, wie es eigentlich sollte. Der User berichtet: „Du legst alles in den Warenkorb, klickst dann auf ‚bestellen‘“, dann fragt er dich nach deiner Postleitzahl und sagt dann „Sorry, geht nicht““.

Ikea: Nachschub aus Asien fehlt pandemiebedingt

Seit einigen Wochen zeichnen sich Lieferengpässe bei Ikea ab. Das liegt zum einen an der extrem hohen Nachfrage. Jeder möchte sein Zuhause möglichst gemütlich und kuschelig einrichten. Zum anderen bereitete laut businessinsider.de eine Containerkrise, ausgelöst durch einen Corona-Ausbruch unter den Arbeitern im südchinesischen Hafen Yantian, einen Stau, der die Güterströme weltweit ins Stocken brachte. Von diesen Lieferproblemen sind auch andere Unternehmen betroffen, wie Saturn, Butlers oder Deichmann.

Video: Neues Konzept für den Möbel-Giganten

Ikea: Möbelriese sucht nach Lösungen

Um vor allem auch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft zu retten, sucht Ikea nach Transport-Alternativen. Peter Langskov, Logistikchef für Ikea Dänemark, sagt gegenüber euronews.com: „Wir haben versucht, eine Eisenbahnverbindung von Asien nach Europa zu errichten, so dass wir Züge zum Transport nutzen können. Außerdem haben wir versucht, Containerschiffe zu leasen und leere Schiffe gekauft. Aber die müssen auch wieder zurückgebracht werden und das ist ein Problem.“ Reduzierungen im Sortiment wurden bereits schon angekündigt.

In unserer globalisierten Welt sorgen leere Regale und längere Wartezeiten sofort für Unmut bei den Kunden. So schreibt der Facebook-User, der verzweifelt die neuen Lampen sucht: „Liebes IKEA, wir leben im Jahr 2021! Ein Unternehmen eurer Größe sollte so etwas eigentlich logistisch hinbekommen.“

Währenddessen ermöglicht Ikea eine neue Form des Einkaufs. Sie betrifft vor allem das Bezahlen an den Kassen und soll Zeit sparen. Doch trifft das auch die Kunden zu?

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