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Bei Ikea drohen 2022 deutliche Preissteigerungen

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Von: Magdalena Fürthauer

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Das schwedische Möbelhaus Ikea lockt seine Kunden vor allem mit günstigen Preisen. Doch genau die dürften ab 2022 deutlich steigen - wegen Corona.

München - Die erste eigene Wohnung richtet so manch einer nur zu gern mit Ikea-Möbeln ein. Neben dem bekannten Design lockt dabei besonders der günstige Preis des Möbelherstellers. Doch daran dürfte sich 2022 etwas ändern: Wie auch in anderen Sparten droht aufgrund von Corona eine deutliche Preiserhöhung.

Ikea: Deutliche Preissteigerung ab 2022 wegen Corona

Um die Marktdominanz immer weiter auszubauen, führt Ikea regelmäßig Neuerungen durch. So werden beispielsweise der Bezahlvorgang an den Kassen sowie das Besuchs-Konzept an sich im Moment überdacht. Doch gegen aktuelle Lieferengpässe aufgrund der Pandemie kann sich auch das schwedische Unternehmen nicht wehren.

Ikea Deutschland-Chef Dennis Balslev nennt laut dpa allen voran höhere Transportkosten, die weltweit gestörten Lieferketten sowie die hohen Rohstoffpreise für Holz, Metall und Schaumstoffe als aktuelle Herausforderungen. Man beobachte daher den Wettbewerb, Preiserhöhungen könnten ab 2022 trotzdem nicht ausbleiben. An dem Ziel der Erschwinglichkeit wolle Ikea jedoch unbedingt festhalten, so Balslev.

Rohstoffe teurer: Preissteigerungen bei Ikea

In welcher Höhe die Preise steigen werden, gab Balslev nicht bekannt. Allzu gering dürfte die Steigerung nicht ausfallen. Laut Handelsblatt ist allein der Rohstoffpreis von Holz im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent angestiegen. Liquide ist Ikea jedoch offenbar allemal: Man habe für die 20.000 Mitarbeiter in Deutschland keine staatlichen Hilfen während der Corona-Pandemie in Anspruch genommen, betont Balslev.

Menschen mit Maske kaufen in einem Ikea ein.
Ein Wochenend-Ausflug zu Ikea ist mittlerweile schon fast ein Klassiker. Nun dürften die Preise jedoch deutlich höher werden wie gewohnt. © IMAGO / ZUMA Wire

Doch Corona setzt dem Möbel-Riesen auch anderweitig zu. Der Druck durch Online-Konkurrenten steigt immer weiter, selbst der Umsatz ging laut dpa das erste Mal seit 2006 zurück. Verzeichnete Ikea 2020 noch 5,33 Milliarden Euro Umsatz deutschlandweit, sank er 2021 um 3,2 Prozent. Schuld daran seien laut Balslev die monatelangen Schließungen der Filialen.

Ikea: Starke Online-Konkurrenz im Möbelsegment

Umso wichtiger dürfte es daher sein, die Online-Präsenz zu erhöhen.

Balslev kündigt an, die Ikea-Marktanteile auch im Online-Bereich weiterhin zu erhöhen. Immerhin habe man im Jahr 2021 bereits 34,4 Prozent der Einnahmen online erwirtschaftet, im Vorjahr seien es hingegen nur 16,2 Prozent gewesen. Wie es unter anderem bei Ikea weitergeht, erfahren Sie in unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter. So bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe. (mef/dpa)

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