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Der Online-Möbelmarkt in Deutschland wird nicht von Ikea dominiert. Ein deutscher Konzern hängte den Schweden ab.

Deutscher Verkäufer lässt Ikea hinter sich

Ikea geschlagen: Ein anderer Verkaufsriese dominiert den Möbelmarkt

Beim Kauf von Möbeln kommt vielen Kunden zuerst der schwedische Möbelhändler Ikea in den Sinn. Den Online-Markt dominiert in Deutschland allerdings ein anderer Verkäufer.

Berlin/ München - Egal ob Kleidung, Bücher, Haushaltswaren oder Möbel: Seit einigen Jahren kaufen Kunden immer mehr Online ein. Besonders während der Corona-Pandemie konnte der Online-Markt in Deutschland immense Gewinne einfahren. Auch Möbelriesen wie Ikea entdecken die Vorteile des Online-Shoppings immer mehr für sich: Mittlerweile können sich Kunden ihre Möbelstücke auch nach Hause liefern lassen. Doch beim Kauf von Möbeln im Internet ist Ikea überraschenderweise nicht die Nummer eins: Ein deutscher Versandhändler hängt den schwedischen Möbelhersteller ab.

Erhebungen von ecomerceDB zufolge, die auf der Online-Datenplattform Statista veröffentlicht wurden, erwirtschaftete Ikea 2020 mit dem Online-Verkauf von Möbeln 645,7 Millionen Euro. Ikeas größte Konkurrenz: Die Otto Group. Der deutsche Versandhändler verkaufte hierzulande im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Möbel und Haushaltswaren: 2020 verdiente Otto rund 1,5 Milliarden Euro an Innenausstattung.

Otto hängt Ikea und Amazon bei Online-Verkauf von Möbeln und Co. ab

Auf dem dritten Platz hinter Otto und Ikea steht ein weiterer bekannter Händler, der es sonst eher gewohnt ist, die Nummer eins zu sein: In der selben Produktkategorie erwirtschaftete Amazon 555 Millionen Euro. Auf den hinteren Plätzen folgen Händler wie XXXLutz oder home24, die sich auf den Verkauf von Möbeln spezialisieren. Allerdings verzeichnen diese Anbieter schon deutlich geringere Umsätze, als die Giganten Otto, Ikea und Amazon.

Insgesamt wird der Umsatz des Verkaufs von Möbeln im Internet von Statista auf etwa acht Milliarden Euro geschätzt - Tendenz steigend. Dennoch kaufen die Deutschen ihre Möbel immer noch lieber vor Ort. Wie Statista berichtet, erstanden im vergangenen Jahr nur etwa 21 Prozent der Deutschen ihre Einrichtung im Internet. Im internationalen Vergleich sieht die Situation zwischen Ikea und Otto allerdings anders aus: Während der Schwede 2020 rund 37 Milliarden Euro verdiente, waren es von deutscher Seite mit 15,6 Milliarden Euro nur die Hälfte. (sf)

Möglicherweise könnten die Umsätze des Möbel-Riesen Ikea im kommenden Jahr noch stärker steigen: Derzeit plant der Konzern einige Änderungen in seinen Stores, die das Einkaufserlebnis noch besser gestalten sollen. Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.

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