1. Startseite
  2. Verbraucher

Preisexplosion bei Ikea: Viele Produkte werden deutlich teurer – Lieferkosten übertreffen alles

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Lorenz

Kommentare

Ikea wird teurer. Das schwedische Möbelhaus reagiert auf die Wirtschaftskrise mit teils drastischen Preiserhöhungen. Ein Tipp kann den Kassenbon dennoch moderat ausfallen lassen.

München – Ikea. Die einen lieben das Möbelhaus aus Schweden, die anderen hassen es. Fakt ist jedoch: Auf der Suche nach preiswerter Inneneinrichtung sind die blau-gelben Filialen für viele die erste Anlaufstelle. Über 30 Millionen Kunden werden im Durchschnitt jährlich bei Möbel, Dekoartikel oder Haushaltswaren fündig – und das allein in Deutschland.

Ikea steigert Preise: Wirtschaftslage lässt schwedisches Möbelhaus Produkte deutlich verteuern

Doch die Erschwinglichkeit der Produkte von Ikea erfährt nun einen deutlichen Dämpfer. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung auf Nachfrage erfahren haben will, sieht sich der Möbelgigant wegen der „dynamischen Lage auf dem Weltmarkt“ gezwungen, die Preise anzuheben. Bisher erfolgten Preissteigerungen bei Ikea in der Regel einmal im Jahr. In Zukunft soll eine Preiserhöhung jedoch sogar alle drei Monate geschehen. Als Grund nennt Ikea die gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Transport, sowie die gegenwärtigen Energiepreise. Die damit einhergehenden Schwierigkeiten in der Lieferkette dürften ihr Übriges tun, um die deutliche Verteuerung diverser Produkte zu erklären.

Angekündigt wurde eine Steigerung von neun Prozent – einige Artikel aber sind sehr viel teurer geworden. So machte der Kassenschlager schlechthin, das Regal „Billy“, das mittlerweile für 55 Euro zu erstehen ist, einen drastischen Preissprung von 16 Euro. Auch das zierliche Sofa „Klippan“ ist, je nach Farbe, um bis zu 60 Euro teurer geworden. Besonders problematisch scheint, dass vor allem auch eher rudimentär gestaltete Möbel von den Änderungen betroffen sind. Diese bestachen bislang gerade aufgrund ihrer moderaten Preise. Weiter lässt sich festhalten, dass die konkrete Ausführung einen deutlichen Einfluss auf den Kassenbon zu haben scheint; so verlangt Ikea für den schwarzen Bezug des „Klippan“ 29 Euro, der hellblaue hingegen muss für 129 Euro erworben werden.

Für ein anderes Aufreger-Thema sorgte jetzt eine Ikea-Filiale aus Würzburg. Dort sollen zukünftig keine Pommes mehr über die Theke gehen, wie Heidelberg24.de schreibt.

Ikea wird deutlich teurer: Standardlieferung kostet mehr als so manches Möbelstück

Teilweise verlangt Ikea für Produkte nun sogar nahezu das Doppelte. Prominentestes Beispiel ist der Rattansessel „Buskbo“. Das bisher für 99 Euro angebotene Möbelstück kostet nun 100 Euro mehr. Weshalb die Preissteigerungen so unterschiedlich ausfallen, ist aktuell jedoch unklar. Der einzige Lichtblick: Ikea gestaltet die Preise weltweit unterschiedlich – in Grenznähe kann sich ein Ausflug ins Nachbarland also unter Umständen rentieren.

Der absolute Preishammer ist allerdings die Steigerung des Entgelts für die Standardlieferung von Möbeln. Eines vorweg: Wer meint, im Onlineshop von Ikea portofrei bestellen zu können, liegt falsch. Das Möbelhaus verzichtet, mutmaßlich seiner Beliebtheit wegen, nämlich nicht ab einer bestimmten Summe auf die Versandkosten. Wer größere Waren ordert, musste sich bisher auf rund 29 Euro für die Lieferung einstellen – und diese Kosten stiegen jetzt sogar noch an. Für den Versand von Waren zwischen 30 kg und 100 kg verlangt Ikea nun standardmäßig satte 49 Euro - eine Steigerung von knapp 68 Prozent. Damit wäre beispielsweise das Regal „Billy“ nur sechs Euro teurer als sein Porto. (askl)

Auch interessant

Kommentare