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Instagram stellt 2022 um - als Reaktion auf jahrelange User-Beschwerden?

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Ein Mann macht ein Selfie vor großem Instagram Logo.
Ein Selfie hier, ein Foto da - doch wer was sieht, beeinflussen bei Instagram bestimmte Algorithmen. Das soll sich ändern. © picture alliance/dpa | Carsten Rehder

Instagram will sich (ver)bessern. Die Social-Media-Plattform setzte sich mit Vorwürfen seiner Nutzer auseinander. Jetzt will „Insta“ gegensteuern und Freiheiten zurückgeben.

Menlo Park - Immer und immer wieder versuchte Instagram in den vergangenen fünf Jahren seinen Nutzern die Vorteile des personalisierten Feeds schmackhaft zu machen. Der entsprechende Instagram-Algorithmus war 2017 angekündigt worden. Zum einen sollte er die Interaktionen ankurbeln, die damals um rund 40 Prozent zurückgegangen waren. Zum anderen sollten wohl auch weniger mutmaßlich relevante Postings ungelesen im chronologischen Feed untergehen.

Was steckt dahinter? Wenn ein Nutzer mehrere „Top-Posts“ angezeigt bekommt, verbringt er mehr Zeit in der App, so die Erwägung. Doch das wollten viele User nicht. Sie wollen sich ihren Feed nicht von Instagram vorschreiben lassen. Sondern bevorzugen es, wenn sie die neuesten Posts ihrer Auswahl sehen.

Instagram: User und Userinnen sollen künftig selbst entscheiden

Instagram reagiert. Und mittlerweile ist von höchster Stelle bestätigt, dass es 2022 wieder einen chronologischen Instagram-Feed geben könne. Der soll zwar nicht Standard-Ansicht werden, aber als Auswahloption bereitstehen.

Geplant ist also wohl, dass Userinnen und User - ähnlich wie bei Facebook - aussuchen können, welche Sortierung sie im Feed bevorzugen. Instagram-Chef Adam Mosseri verkündete, dass User künftig aus drei Ansichtsmodellen wählen können.

„Home“ zeigt dann den bisherigen Algorithmus mit den Top-Beiträgen. „Following“ präsentiert die chronologisch neuesten Beiträge von abonnierten Profilen. Und „Favorites“ füllt den Feed mit Inhalten der Lieblings-Accounts. Die Tests laufen bereits, ausgerollt werden sollen die neuen Home-Feed-Optionen im ersten Halbjahr 2022.

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