Italienische Pizzabäcker toben: Formel-1-Legende serviert in seinem Restaurant Luxus-Pizza für 68 Euro
Der ehemalige Formel-1-Manager Flavio Briatore erzürnt Pizzabäcker. Mit einer Pizza, die das Budget vieler Italien-Urlauber übersteigen dürfte.
Neapel – Hohe Preise im Urlaub sorgen immer wieder für Ärger. Ob in Griechenland überteuerter Kaffee und Kuchen oder am Timmendorfer Strand Wucherpreise für Bier – jetzt sind die Pizzabäcker in Neapel selbst auf die Barrikaden gegangen. Der frühere Sportmanager Flavio Briatore fordert für seine Luxus-Pizzen astronomische Preise und gerät damit in Konflikt mit der Pizza-Tradition.
„Essen für das Volk“: Pizzabäcker in Italien schäumen vor Wut – wegen Luxus-Pizza für 68 Euro
„Eine Pizza ist ein Essen für das Volk. Sie darf nicht zu teuer sein“, kritisiert der Ortsverband der Pizzabäcker in Neapel. Briatore, der mehrere exklusive Pizza-Restaurants betreibt und für eine Pizza Margherita bereits 17 Euro verlangt, verteidigt seine Preise als gerechtfertigt: „Ich bin überzeugt, dass der Preis für eine gute Pizza in einem Luxusrestaurant mit qualifiziertem Personal, DJs und Unterhaltung absolut angemessen ist.“
Die teuerste Pizza – eine mit dem edlen spanischen Schinken Pata Negra – kostet sogar unglaubliche 68 Euro. Ein Preis, den der durchschnittliche Italien-Urlauber wohl kaum zahlen möchte.
Auszug der Speisekarte von „Crazy Pizza“ (Filiale Mailand)
Pizza Pata Negra mit Tomatensauce, Büffelmozzarella, iberischem Pata Negra Schinken – 68 Euro
Pizza Bufalina mit Tomatensauce, Büffelmozzarella, Datteltomaten, Oliven, Chili und Pesto – 33 Euro
Pizza Prosciutto mit Tomatensauce, Büffelmozzarella und Kochschinken: 31 Euro
Pizza Margherita mit Tomatensauce, Büffelmozzarella und Basilikum: 17 Euro
(Quelle: Crazy Pizza, Stand 11. August 2024)
Flavio Briatore versteht Kritik nicht – elegante Pizzeria in Neapel geplant
Briatore, der einst Michael Schumacher als Formel-1-Teamchef betreute und Vater einer Tochter mit Heidi Klum ist, versteht die Aufregung nicht. Er möchte nach eigener Aussage das Pizza-Angebot in Neapel auf ein neues Niveau heben.

„Wir wollen in Neapel eine schicke, elegante Pizzeria mit exklusivem Service eröffnen. Die Pizza ist ein Symbol der italienischen Küche, wird aber oft billig serviert. Das wollen wir ändern“, erklärt der 74-Jährige laut Südtirolnews.
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DJs und Shows: „Crazy Pizza“ bietet mehr als nur Pizza
Laut der Website von „Crazy Pizza“ ist eine Pizza nicht nur eine Mahlzeit, sondern ein Erlebnis. Das Restaurant bietet unter anderem eine „spinning Pizza-Show“, bei der die Köche ihre Pizza-Wurfkünste in eine beeindruckende Performance verwandeln. Das Konzept scheint erfolgreich zu sein – „Crazy Pizza“ hat bereits Standorte in unter anderem London, Bahrain, Rom und Monte Carlo.
Dass Pizza in Italien starke Emotionen auslöst, musste nicht nur Briatore in Neapel erfahren. Auch ein bekannter Pizzabäcker aus der Stadt geriet in die Schlagzeilen, als er eine aus Sicht vieler Italiener „verbotene“ Pizza anbot. (BeBau mit dpa)