Weniger Umweltverschmutzung

Lidl und Kaufland mit Neuerung - Kunden spüren sie auch im Geldbeutel

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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Beim Einkauf in den Filialen von Lidl und Kaufland wartet eine Neuerung, die vielen Kunden nicht auffallen wird. Doch sie soll durchaus Auswirkungen zeigen.

Heilbronn - Kassenzettel spielen beim Papierverbrauch eine große Rolle. Schließlich werden alleine bei deutschen Handelsunternehmen täglich Millionen Einkäufe getätigt - bei denen auch im Jahr 2021 stets Kaufbelege auf Papier gedruckt werden. Das ändert sich jedoch zunehmend und mit Lidl und Kaufland haben nun zwei der größten Supermarkt-Ketten des Landes angekündigt, künftig umweltfreundlichere Ökobons zu verwenden.

„Das innovative, blaue Thermopapier des neuen Kassenbons ist FSC-zertifiziert und stammt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft“, lässt Kaufland in einer Mitteilung wissen. Sowohl Lidl als auch Kaufland gehören zum Imperium der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm bei Heilbronn, deren Eigentümer zu den reichsten Menschen Deutschlands und der Welt gehört.

Lidl und Kaufland: Kassenzettel aus Thermopapier haben auch für Kunden Vorteile

Die Unternehmen der traditionsreichen deutschen Handelsgruppe leisten damit einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit - ein Vorhaben, das sich oftmals eher durch viele kleine Schritte als eine drastische Maßnahme umsetzen lässt. Doch nicht nur für die Allgemeinheit und das Ansehen der beiden erfolgreichen Handelsketten soll die Verwendung von Thermopapier positive Folgen haben - nach Ansicht der Unternehmen bringt die Umstellung auch den Kunden Vorteile:

Beim Bezahlen an der Supermarktkasse ändert sich was - auch bei Lidl und Kaufland (Symbolbild).

Zum einen halten die Ökobons länger, weil sie nicht nur wasser- sondern auch ölresistent sind. Das spielt auch bei der Verwendung von Pfandmarken eine Rolle, schließlich behalten Verbraucher diese Zettel schonmal länger im Geldbeutel, wo dann mit zunehmender Zeit die Schriftzeichen verblassen. Ob die Umstellung jedoch auch bei den Pfandautomaten Anwendung findet, dazu haben die Unternehmen auf Anfrage von Merkur.de bis dato noch nicht Stellung genommen.

Lidl und Kaufland stellen auf Ökobons um - Andere Handelsketten waren schneller

Die neuen Kassenzettel bestehen aus Thermopapier und sind komplett ohne chemische Farbentwickler wie Phenole konzipiert, dazu sind sie beständiger gegen ein Verbleichen etwa durch Sonnenlicht. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass das Material nicht der Gesundheit schadet. Dies sei bei den bisher gängigen Varianten potenziell möglich, wenn es zu einem Kontakt mit Lebensmitteln kommt (die vor dem Verzehr nicht abgewaschen werden).

Vorreiter sind Lidl und Kaufland beim Thema Ökobon jedoch nicht: Bereits im vergangenen Jahr hatten etwa die Rivalen Edeka und Netto ihr System auf die umweltfreundlicheren Einkaufszettel umgestellt. Neben den Kassenzetteln wird die Schwarz-Gruppe nun auch eine Anpassung bei den Bonrollen vornehmen. Der Konzern verspricht sich von diesem Schritt im Rahmen der großangelegten Umweltstrategie eine Plastikersparnis von rund 30 Tonnen pro Jahr.

Haben Sie es gewusst? Dank eines Tricks können Aldi-Kassierer Kunden schneller bedienen als Kollegen bei anderen Supermärkten (PF)

Rubriklistenbild: © Manfred Segerer/imago-images

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