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Für den Versandhandel eines Discounters ist jetzt Schluss - die Plattform wurde aufgekauft.

Ende einer Ära

Kaufland-Kracher bei Real: Radikale Neuerung für Kunden - Aus nach 14 Jahren

  • Elisabeth Urban
    vonElisabeth Urban
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Für den Online-Shop eines Discounters ist jetzt Schluss: Die Plattform wird von einem anderen Konzern übernommen. Kund:innen müssen sich also umgewöhnen.

Düsseldorf - Ein kleiner roter Hinweis bereitet die Kund:innen des Online-Shops real.de darauf vor, dass sich hier bald etwas ändern wird: „Aus Real.de wird Kaufland.de“ ist seit einiger Zeit im Logo der Internetseite zu lesen. Im Sommer des vergangenen Jahres hatte die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland gehört, bekannt gegeben, dass man die Plattform real.digital und den Online-Marktplatz real.de übernehmen wird. Im Frühjahr 2021 soll dieser Schritt jetzt auch endgültig sichtbar werden.

„Aktuell planen wir, unseren Online-Marktplatz im zweiten Quartal 2021 nicht mehr als real.de, sondern als Kaufland.de zu betreiben“ heißt es dazu vom Konzern, der für die Umstellung einen eigenen Frage-Bereich auf der Webseite eingerichtet hat. Konkreter Termin für die finale Veränderung: Der 14. April.

real-Onlineshop von Kaufland übernommen: Was ändert sich für Kund:innen?

2007 ging real.de an den Start, damals als Nachfolger der Plattform hitmeister.de. 14 Jahre später beschreitet real.de den gleichen Weg wie sein Vorgänger - des Online-Portal wird übernommen und ersetzt. Um den Übergang für die Verbraucher:innen angenehm zu gestalten, will man möglichst wenig verändern: So werden beispielsweise die bisherigen Zugänge und Accounts mit umgezogen, wer also bei real.de bereits ein Kundenkonto hat, muss sich für Kaufland.de keine neuen Anmelde-Daten zulegen.

Auch Gutscheine behalten ihre Gültigkeit, genauso wie abgeschlossene Versicherungen. Wer sich früher an den Kundenservice von real.de gewandt hätte, wird nun eben vom Kaufland.de-Team unterstützt. Das Kundenbindungsprogramm „RealPro“ endet zwar mit dem 30. Juni 2021 endgültig, es war allerdings bereits seit Juli 2020 nicht mehr möglich, neue Mitgliedschaften für das Rabatt-Programm abzuschließen.

real-Supermärkte: Auch das Filialgeschäft wird weniger

Nicht nur im Onlinehandel, sondern auch im stationären Verkauf stehen bei Real Veränderungen an. Der Discounter, der ehemals zur Metro-Gruppe gehörte, war im Sommer 2020 von der russischen SCP Group übernommen worden. Diese widmete sich systematisch dem Verkauf und der Zerschlagung von real: Einige Filialen wurden von Edeka übernommen, andere von Kaufland, dem Schwester-Konzern von Lidl. Ende April sollen zudem 16 Verkaufsstellen zur saarländischen Globus-Gruppe gehören- wie der Online-Shop werden dann auch sie ihr Gesicht verändern, der markante rot-blaue real-Schriftzug verschwindet. (eu)

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