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Maskenpflicht bei Aldi, Rewe und Co.: Corona-Änderung im Supermarkt und Discounter ab April

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Von: Anna Lorenz

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Bald ohne Corona-Maske beim Einkauf ? Eine FFP2-Maske hängt im Einkaufswagen. Ruhpolding Bayern Deutschland *** Soon wit
Die Maskenpflicht im Supermarkt fällt. © IMAGO/Rolf Poss

Aldi, Rewe, Penny, Kaufland - eines haben sie gemeinsam: im Supermarkt und Discounter gilt Maskenpflicht. Was sich nun ab April bei den Corona-Regeln ändert, lesen Sie hier.

Berlin - Am 2. April 2022 ist es nun so weit: Das neue Infektionsschutzgesetz, das seit dem 20. März 2022 bereits einige Änderungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen mit sich gebracht hat, tritt nächsten Monat in voller Gänze in Wirkung. Sämtliche Regelungen, die an den Geimpften- oder Genesenenstatus anknüpfen (2G, 3G, 2G-Plus) entfallen demnach. Insbesondere auch bezüglich der Maskenpflicht gibt es ab Samstag folgende Neuerungen:

Änderungen zum April: Corona-Regeln fallen - Gesundheitsminister bittet um freiwillige Maskenpflicht

Obwohl einige die Lockerungen begrüßen, stimmt der Appell von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sehr nachdenklich: Wie dieses Video zeigt, bittet der Minister darum, weiterhin die Maskenpflicht freiwillig beizubehalten. Gerade auch Einzelhändler wie Aldi, Rewe und Co., so wünscht es sich Lauterbach, sollten per Hausrecht auf dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in ihren Filialen bestehen.

Auf die Frage, weshalb eine Maskenpflicht nicht weiterhin per Gesetz vorgeschrieben wird, äußert der Minister, dass eine weitere Verpflichtung rechtlich nicht machbar sei - im Rahmen der Verhältnismäßigkeit würde die Maßnahmenprüfung mittlerweile zuungunsten der allgemeinen Maskenpflicht ausfallen.

Corona-Regeln: Maskenpflicht fällt - Länder sind uneinig, Einzelhändler erleichtert

Insofern ruht die Hoffnung von Lauterbach auf den Händlern - doch die sind nicht begeistert: „Die Maske gehört für viele Kunden inzwischen zum Alltag, eine Pflicht ist aber keine dauerhafte Lösung“, so der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Auch die Supermärkte und Discounter selbst halten sich bisher bedeckt, lassen aber durchblicken, auf die freiwillige Verpflichtung zur Maske verzichten zu wollen. „Masken sind ein Hindernis fürs Geschäft“, so Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern, „Die große Mehrheit unserer Mitglieder sagt uns: ‚Mit Maske kommt kein Shopping-Gefühl auf.‘“

Während die Politiker von Bund und Ländern sich in der Frage nach der Möglichkeit, über eine Hotspot-Regelung die Maskenpflicht im Bedarfsfall doch wieder staatlicherseits einführen zu können, in vielen Punkten uneins sind, positionieren sich Supermärkte und Discounter recht deutlich: Man befolge das Gesetz, so die Kernaussage der Lebensmittelhändler, die der „Maskenpflicht per Hausrecht“ damit eine grundsätzliche Absage erteilen. Laut Ohlmann sei jedoch „davon auszugehen, dass ein Großteil der Kunden zumindest mittelfristig die Maske weiter tragen wird.“ Wer also angesichts der momentanen Coronavirus-Zahlen dem Weg von Aldi, Rewe und Co. nicht folgen will, der muss selbst aktiv werden. (askl)

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