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9-Euro-Ticket in Deutschland: Diese Gruppen dürften davon wenig profitieren

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9-Euro-Ticket auf einem Handy-Bildschirm (Symbolfoto)
Das 9-Euro-Ticket (Symbolbild) ermöglicht es, äußerst günstig von A nach B zu kommen. © IMAGO/Piero Nigro / aal.photo

Günstig Bahnfahren für alle, Energie sparen und die Leute auf den Geschmack bringen ist die Idee hinter dem 9-Euro-Ticket. Nicht alle Kundinnen und Kunden wird das locken.

München - Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehr) soll aufgrund der hohen Energie- und Kraftstoffpreise vor allem Pendler entlasten. Das Angebot soll diese Personengruppe auch auf den Geschmack des Bahnfahrens bringen.

Nun haben aber nicht nicht nur Berufspendlerinnen und -pendler Interesse an dem günstigen Ticket, sondern auch eine Menge anderer Menschen. Doch nicht jeder hat was von dem Ticket.

Kein 9-Euro-Ticket für Erste-Klasse-Fahrer

Für alle Personen, die bevorzugt in der ersten Klasse unterwegs sind, gibt es kein vergünstigtes Ticket. Das 9-Euro-Ticket gilt ausschließlich für die 2. Wagenklasse, schreibt die Deutsche Bahn. Für die 1. Klasse gelte der reguläre Preis. Da es auf vielen Strecken gar keine erste Klasse gibt, kann sich das 9-Euro-Ticket als Backup im Geldbeutel rentieren.

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Kein 9-Euro-Ticket für Fernverkehr-Abos

Eine andere Gruppe, die nichts von der Aktion hat sind Abo-Inhaberinnen und -Inhaber von Zeitkarten im Fernverkehr und Abo-Inhaberinnen und -Inhaber einer Bahn-Card-100. Dass die Deutsche Bahn keine Erstattung für die Bahncard 100 anbietet, ist nachvollziehbar. Immerhin handelt es sich in erster Linie um ein Produkt des Fernverkehrs, schreibt inside-digital.de. Allerdings sei die Bahncard für die Nutzung des DB-Nahverkehrs und der privaten Nahverkehrsbahnen zugelassen. Für viele Fahrgäste ersetze die Bahncard 100 ein Nahverkehrs-Abo.

9-Euro-Ticket für ÖPNV auf dem Land

Kaufen können das Ticket Menschen im ländlichen Raum. Doch ob das 9-Euro-Ticket in ländlichen Räumen seinen Zweck erfüllt stellen Kritiker in Frage. „Als Maßnahme zur Rück- und Neugewinnung von Kunden für den Öffentlichen Nahverkehr sei die Tarifsenkung gerade in den ländlichen Räumen kaum geeignet,“ äußert sich Landkreistags-Präsident Sager laut Handelsblatt.

Die Aktion sei befristet und führe nicht zu einer Angebotsausweitung. Besser wäre es gewesen, die dafür auszugebenden Milliarden in die Ertüchtigung des Streckennetzes und engere Taktung zu investieren.

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