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Tipps für den eigenen Kräuteranbau: Das sollten Sie beachten

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Hobby-Gärtner gibt es viele. Unter ihnen sind auch kleine Kräutergärten sehr beliebt. Doch was gilt es beim Anpflanzen zu beachten? Eine Übersicht.

München – Ihr Geschmack kann viele Gerichte veredeln. Frische Kräuter, bestenfalls aus dem eigenen Gemüse-Garten, ergänzen viele Essen und runden diese ab. Das Schöne: Ein eigener, kleiner Kräutergarten ist nicht mit soviel Arbeit und Aufwand verbunden, wie landläufig angenommen wird.

Laut gofeminin.de kann ein eigener Kräutergarten vergleichsweise einfach und entspannt selbst zu Hause angebaut werden. Was braucht es hierfür? Und was ist bei Kräutern wie Basilikum, Petersilie, Thymian oder Rosmarin zu beachten. Die folgende Übersicht klärt die offenen Fragen.

Kräutergarten im eigenen Haus: Fensterbank ist der beste Ort hierfür – Sonnenseite entscheidend

Grundsätzlich braucht es weder einen Garten, einen Balkon noch eine Terrasse, um Kräuter anzubauen. Dies ist nämlich auch in den eigenen vier Wänden möglich. Der perfekte Standort für den eigenen Kräutergarten ist in diesem Fall der Platz auf der Fensterbank. Die Temperatur sollte durchschnittlich bei 18 Grad liegen, die Kräuter zur richtigen Seite ausgerichtet seien.

Viel Sonne brauchen beispielsweise südeuropäische Sorten wie Basilikum oder Oregano. Dementsprechend sollten diese Kräuter am Südfenster platziert werden. Demgegenüber stehen Gewächse, die im Halbschatten besser gedeihen. Diese sollten am West- oder Ostfenster platziert werden, empfiehlt Mein schöner Garten.

Zu sehen ist ein Balkon mit Holzboden, auf dem eine Kräutervielfalt präsentiert wird.
Kräuteranbau auf dem Balkon? Heutzutage ein probates Mittel. Wer keinen Garten hat, weiß sich zu helfen. © DIY Academy/dpa

Darüber hinaus wird empfohlen, dass die Luftfeuchtigkeit optimalerweise zwischen 40 und 60 Prozent liegen sollte. Für den Boden zur Kultivierung der Kräuter bieten sich Bioerde oder spezielle Anzuchterde an. Der Vorteil hierbei ist, dass diese bereits organischen Dünger enthalten.

Auch Balkon oder Terrasse eignen sich für einen Kräutergarten: Pflanzen werden in große Blumentöpfe gesteckt

Es gilt: Zunächst die fertigen Kräuterpflanzen in Wasser tauchen, dann den Wurzelbereich etwas auflockern und anschließen in die Erde eingraben. Welche Kräuter aber eignen sich für den Anbau im Haus? Unter der Voraussetzung der richtigen Umgebungsbedingungen eignen sich hierfür fast alle. Doch gibt es auch Sorten, die besser als andere im Haus wachsen. Dies sind Melisse, Oregano, Basilikum, Kapuzinerkresse sowie Kerbel.

Natürlich können Kräuter aber auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse angepflanzt werden. In diesem Fall können die Kräuter sowohl in Blumentöpfen als auch in großen Pflanzkübeln gepflanzt werden. Auch hier gilt es, auf die Ausrichtung der Pflanzen zu achten. Sind Balkon oder Terrasse gen Süden ausgerichtet, müssen die Pflanzen im Sommer häufig gewässert werden.

Für die Südausrichtung eignen sich, ähnlich wie im Haus, vor allem mediterrane Sorten. Für die West- oder Ostausrichtung werden heimische Halbschattengewächse empfohlen. Werden Kräuter hingegen auf nach Norden ausgerichteten Balkonen oder Terrassen geplanzt, ist der Ertrag deutlich geringer.

Manche Kräuter gedeihen in spezieller Kombination besser: Rosmarin passt zu Schnittlauch, doch Melisse nicht zu Basilikum

Auch draußen gilt es auf den geeigneten Boden zu achten. Südländische Sorten bevorzugen eher sandige und durchlässige Böden. Heimische Sorten gedeihen hingegen in feuchten und nährstoffreichen Böden besser. Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Estragon oder Dill wiederum wachsen in torfhaltiger Erde am besten.

Bei der Bepflanzung von Balkon oder Terrasse gibt es zudem einige Kombinationen, in denen Kräuter besser gedeihen. Beispiele hierfür sind Thymian, Rosmarin, Schnittlauch und Salbei oder auch Kerbel, Dill, Majoran und Kresse. Doch gibt es auch Kombinationen, die vermieden werden sollten. Hierzu zählen unter anderem Basilikum und Melisse, Thymian und Majoran oder Fenchel und Koriander. 24garten.de* kennt elf Fehler, die Sie beim Kräuteranbau vermeiden sollten.

Traum vom Kräutergarten: Richtige Standortwahl ist enorm wichtig – genauso wie korrekte Reihenfolge der Bepflanzung

Wer sogar über einen Garten verfügt, sollte seine Kräuter auf jeden Fall im Freien anpflanzen. Erneut kommt der richtigen Standortwahl eine große Bedeutung zu, heimische Varianten bevorzugen schattige bis halbschattige Plätze. Deutlich mehr Sonne brauchen mediterrane Sorten. Hierfür empfiehlt sich die Südausrichtung.

Auch für die Beetbepflanzung gilt: Zunächst einmal eignen sich fast alle Kräuter hierfür. Um optimales Gedeihen zu garantieren, sollte aber auch innerhalb des Beetes auf die richtige Reihenfolge geachtet werden. In sonnigen Bereichen lassen sich Sorten wie Thymian, Majoran oder Salbei besonders gut anpflanzen.

Heimische Kräuter wiederum können als Mischkultur im Beet angebaut werden. Die Sortierung erfolgt nach der Größe. Für die Hintergrundbepflanzung eignen sich Kräuter wie Fenchel, Kümmel oder Liebstöckel gut. Für die Mitte werden Majoran, Melisse und Estragon, für den Beetrand Schittlauch und Petersilie empfohlen.

Schutz im Winter: Kräuterbeet benötigt Fichtenzweige – Trick für ideale Bewässerung der Pflanzen

Kräuter, die draußen angepflanzt werden, müssen im Winter natürlich auch geschützt werden. Hierfür kann der Boden beispielsweise mit Fichtenzweigen oder Vlies abgedeckt werden. Bei extrem winterlichen Temperaturen können die Pflanzen auch nach drinnen geholt, eingetopft und im Haus zum Überwintern gelagert werden.

Und auch beim Wässern der Kräuter gibt es einiges zu beachten. So wird empfohlen, die Pflanzen zweimal in der Woche kräftig zu genießen. Grundsätzlich sollte bei allen Sorten Staunässe vermieden werden. Deswegen empfiehlt es sich, Pflanzenkübel und Töpfe mit Löchern im Boden zu versehen, damit überflüssiges Wasser direkt nach dem Gießen wieder ablaufen kann.

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