Tipps und Tricks zum Blaumachen

Krankfeiern: Wie macht man richtig blau?

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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Ihr wollt lieber krankfeiern als arbeiten? Wir geben Euch Tipps, wie man am besten blau macht – und welche Fehler Ihr auf keinen Fall machen solltet.

Ausreden, warum man nicht zur Arbeit gehen kann, finden sich schnell. Die wohl älteste: Kopf- oder Bauchschmerzen. Hat man mal so gar keinen Bock auf Arbeit, scheint Krankfeiern der einzige Ausweg zu sein. Richtig Blaumachen ist da schon etwas schwieriger. Schließlich bedarf es schon ein paar Tricks, um eine vorgetäuschte Erkrankung möglichst authentisch zu verkaufen.

Viele Fragen schießen da einem in den Kopf: Wann muss ich mich beim Arbeitgeber melden? Brauche ich ein Attest? Oder darf ich mich überhaupt aus dem Haus begeben? nordbuzz.de hat den Überblick zum Blaumachen.

Krankfeiern: Rund zwei Millionen Deutsche haben schon blaugemacht

Egal ob die Party am Abend zuvor zu lange ging, oder man einfach kein Bock hat: Gründe zum Krankfeiern gibt es viele – und nicht wenige machen davon Gebrauch. Etwa zehn Prozent der deutschen Arbeitnehmer gönnen sich durch das Blaumachen eine gelegentliche Auszeit.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die tatsächliche Zahl diese übersteigt, ist nicht auszuschließen. Besonders bei Männern ist die Methode zum verlängerten Wochenende gerne gesehen. Während etwa vierzehn Prozent der Männer zugeben, gelegentlich blau zu machen, sind es unter den Frauen nur etwa sechs Prozent. Insgesamt sind es also etwa zwei Millionen Deutsche, die durch das Krankfeiern einen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden von knapp eineinhalb Milliarden Euro in Kauf nehmen.

Der gelbe Schein als Krankschreibung ist ein beliebter Weg um blau zu machen.

Doch je öfter man blaumacht, desto höher die Gefahr aufzufliegen. Genauso wie der Arbeitgeber den gelben Schein akzeptieren kann, kann er ihn auch zurückweisen. Auch Chefs kennen die Tipps und Tricks zum Krankfeiern. Bei einem entspannten Arbeitnehmer kann man mit einer milden Strafe rechnen. Eine Abmahnung ist dennoch zu befürchten, im schlimmsten Fall gar eine fristlose Kündigung.

Richtiges Blaumachen: Vorgetäuschte Krankheit muss authentisch wirken

Ein schlechtes Gewissen haben dabei die wenigsten. Schließlich kann eine kleine Auszeit doch mal nicht schaden. Gerade jetzt in der Corona-Zeit ist es tatsächlich wünschenswert selbst bei dem Verdacht einer Erkältung der Arbeit fernzubleiben – es könnte schließlich auch mehr als das sein. Da fällt es doch bestimmt nicht auf, wenn man aus der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kurzerhand mal den gelben Urlaubsschein macht. Übrigens: Wie geht eine Krankmeldung richtig? Alle Tipps zum gelben Schein findet Ihr hier.

Schlau ist es nicht, schon Wochen vorher davon zu schwärmen, sich mal einen freien Tag zu gönnen, liegt auf der Hand. Wie man sich da besser anstellt, hat jeder bestimmt schon mal erlebt. Sei es in der Schule oder im Büro, will man authentisch blaumachen, muss man kreativ wie geschickt sein.

Hier gilt: Viel hilft viel. Wer oft hustet oder ständig aufs Klo rennt, der muss doch krank sein. Am glaubwürdigsten wird es, wenn ihr nach einem halben Arbeitstag verkündet, dass es nun wirklich nicht mehr geht. Mit dem Anruf am nächsten Morgen rechnet dann eh fast schon jeder.

Ob krank oder nur vorgetäuscht – der Chef muss früh Bescheid wissen

Wenn ein Mitarbeiter arbeitsunfähig ist, muss er seinem Arbeitgeber unverzüglich Bescheid geben. Egal, ob man tatsächlich mit einer Grippe im Bett liegt oder nur so tut. Und je früher der Anruf, desto besser – der Unterschied zwischen einer kranken und einer verschlafenen Stimme ist nur schwer rauszuhören.

Der Chef muss allerdings am ersten Tag der Erkrankung informiert werden, spätestens zu Beginn der Arbeitszeit. Wer sich daran hält, kann nun die neu gewonnene freie Zeit so richtig genießen. Es ist überraschend, was man trotz Krankschreibung alles so machen darf.

Aber denkt immer dran: Wer „so schwer krank“ war, sollte keinesfalls ein paar Tage später wieder quietschfidel zum Arbeitsplatz zurückkehren. Das wichtigste ist, sich niemals in Widersprüche zu verstricken. Lieber ein bisschen leiden und so tun, als hättet Ihr eigentlich noch länger zu Hause bleiben müssen. Lest hier, warum kranke Mitarbeiter grundsätzlich Zuhause bleiben sollten.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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