Lebensmittel online bestellen

Zehn-Minuten-Lieferdienst: Türkischer Anbieter macht Edeka, Rewe und Co. Kampfansage

  • vonJulia Schöneseiffen
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Der türkische Lebensmittel-Lieferdienst Getir expandiert nach Deutschland und will dort in zwei Jahren die Marktführung übernehmen.

Berlin - Edeka, Rewe und Co. bekommen Konkurrenz. Der türkische Anbieter Getir möchte als deutscher Lebensmittel-Lieferdienst durchstarten, so chip.de. Lebensmittel sollen innerhalb von zehn Minuten nach Bestellabschluss beim Kunden ausgeliefert werden. Das Istanbuler Startup gilt als Vorreiter der Zehn-Minuten-Lieferdienste. Mit einer 400-Millionen-Finanzierung im Rücken wollen die Gründer jetzt nach Deutschland expandieren.
Ziel des Unternehmens ist es, in zwei Jahren in zehn Städten aktiv zu sein und damit die Marktführung zu übernehmen. Daher werden offenbar Flächen in Berlin, Stuttgart, Köln und München gesucht.

Lebensmittel online bestellen: Corona macht das Geschäft lukrativ

In der Türkei zählt das Unternehmen zu einem der wichtigsten Lieferdienste. Neben Lebensmitteln liefert Getir auch Speisen von Restaurants und Snacks vom Metzger, Kiosk oder der lokalen Bäckerei aus. Bislang kauften deutsche Verbraucher eher selten online ihre Lebensmittel. Das dichte Filialnetz macht es Online-Anbietern schwer sich in Deutschland zu etablieren. Dies zeigte auch eine Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung AlixPartners im Jahr 2019. Das Ergebnis der Umfrage: nur jeder vierte Verbraucher hat schon einmal Lebensmittel online bestellt. Mit der Corona-Pandemie hat sich das geändert. Lieferdienste von Rewe, Edeka oder Hello Fresh erleben einen regelrechten Boom.

Der Lieferdienst Getir will nun in Deutschland Fuß fassen. Das Versprechen: Auslieferung der Lebensmittel in zehn Minuten.

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Lebensmittel-Lieferdienste: starke Konkurrenz in den deutschen Großstädten

Neben dem türkischen Unternehmen versuchen sich auch andere ausländische Lebensmittel-Lieferdienste in Deutschland zu etablieren. Einer davon ist der niederländische Online-Anbieter Picnic. Vor zwei Jahren begann Picnic mit seinem Service im Ruhrgebiet. Mittlerweile zählt auch das Rheinland, mit Städten wie Leverkusen und Düsseldorf zum Liefergebiet des niederländischen Unternehmens.

In München hingegen startet der tschechische Anbieter Rohlik mit seinem ersten Verteilerzentrum. Dieses umfasst etwa 7.500 Quadratmeter und soll mehrere Stadtgebiete mit günstigen Lebensmitteln versorgen.
Der Express-Lieferant Gorillas hingegen liefert bereits in vielen Stadtteilen von Berlin, Bremen, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart innerhalb von 10 Minuten die Lebensmittel nach Hause. Auch Amazon bietet mit Amazon Fresh einen Lieferservice an. (jsch)

Rubriklistenbild: © Getir

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