Damit hatte Lidl nicht gerechnet: Eltern werden eines Angebotes wütend.
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Damit hatte Lidl nicht gerechnet: Eltern werden eines Angebotes wütend.

Discounter entschuldigt sich

Lidl lässt Eltern reihenweise enttäuscht zurück - „Muss man seine Seele und eine Niere verkaufen?“

  • Marc Dimitriu
    vonMarc Dimitriu
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Ein Angebot von Lidl ließ viele Eltern enttäuscht zurück. Auf Facebook ließen sie ihrer Wut freien Lauf.

München - Der Winter neigt sich dem Ende zu, die Temperaturen steigen dieses Jahr sogar schon Ende Februar auf bis zu 20 Grad. Doch das war nur ein kurzer Vorgeschmack auf den Frühling. Im März soll es wieder kälter werden. Nass bleibt es in Deutschland sowieso das ganze Frühjahr über. Für die kommende „Regenzeit“ hat sich Lidl also ein besonderes Angebot ausgedacht. Unter dem Motto: „Matsche Platsche Regenzeit - Mehr Spaß im Regen“ bewirbt der Discounter Matsch- und Regenklamotten für Kleinkinder. Seit Montag, dem 22. Februar, sind die wetterfesten Kleidungsstücke für die Kleinsten im Angebot.

Lidl lässt Eltern reihenweise enttäuscht zurück - „Eine Frechheit“

Lidl traf mit dem Angebot genau ins Schwarze, viele Eltern wurden dabei hellhörig und wollte die Klamotten für ihre Kinder besorgen. Doch viele blieben am Ende enttäuscht zurück. In den meisten Filialen war die Ware bereits ausverkauft oder von Vorhinein zu wenig auf Lager. Darüber berichtete auch Heidelberg24.de*.

Auf der Facebook-Seite des Discounters entluden unzählige Eltern ihre Wut. Eine Mutter schrieb: „Ich finde es eine Frechheit, dass für Matsch-Sachen geworben wird und man einfach nichts vorfindet in den Filialen. Im Onlineshop gab es die Matsch-Sachen schon vor einer Woche, vorbestellen nicht möglich, war ja zu diesem Zeitpunkt schon ausverkauft.“ Sie sei am Morgen zu Lidl gefahren und habe nur noch „leere Regale“ vorgefunden. Auch die Mitarbeiter konnte nicht helfen: „Aussage einer Angestellten: ,Dann müssen Sie eben schneller sein, wir verkaufen die Montags-Werbung schon ab Samstag, oder kaufen Sie eben Online.‘“

Eltern wettern gegen Lidl wegen Matsch-Sachen-Angebot: „Ich bin echt stinkig!“

Eine andere Mutter stänkerte ebenfalls: „Leider war auch ich erfolglos in drei Lidl. Etliche Minuten Fahrzeit und Fahrtkosten durch die Gegend für nix. Das Gleiche hatte ich vor 14 Tagen mit den Skihosen... Ich geb es auf, darf das Kind halt nicht im Kindergarten mit in den Garten.“ Wochen später verärgert Lidl Wassersport-Freunde - und wieder ist der Grund, dass ein Angebot schon kurz nach dem Start nicht verfügbar ist.

Video: Die Preis-Leistungs-Sieger

Lidl antwortet auf eine dieser Beschwerden und entschuldigte sich bei den Kunden: „Es tut uns wahnsinnig leid, dass du die Angebote nicht erwerben konntest. Natürlich ist es unser Ziel, allen unseren Kunden jederzeit die beworbenen Aktionswaren anbieten zu können. Gerne werden wir dein Feedback an unseren Fachbereich weiterleiten, um uns in diesem Bereich zukünftig zu verbessern.“ Doch es gibt noch zahlreiche weiterer böse Nachrichten auf der Seite zu finden, etwa: „Muss man seine Seele und eine Niere verkaufen, um an die Matschhosen aus der Werbung zu kommen?“

Lidl macht erst kürzlich mit folgender Meldung von sich hören: Bei Lidl kann man sich jetzt sein Gesicht scannen und ermitteln lassen, welche Mischung aus Obst und Gemüse am besten zu einem passt. Was lustig klingt, könnte bedenklich sein.

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