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Lidl-Kunde lässt via Facebook seinem Ärger freien Lauf. (Symbolbild)

Beschwerde gegen Lidl

„Wer kommt sich noch verarscht vor?“ Lidl-Kunde außer sich - Sogar Mitarbeiterin ist wütend

  • vonJulia Schöneseiffen
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Ein Lidl-Kunde lässt via Facebook seinem Ärger freien Lauf - und erhält überraschende Unterstützung einer verärgerten Lidl-Mitarbeiterin.

Wetzlar - Ein Lidl-Kunde machte über Facebook seinen Unmut Luft. Er fühle sich „verarscht“, denn Aktionsartikel des Discounters seien nun schon des Öfteren unmöglich zu bekommen gewesen. Doch jetzt schien es dem Kunden zu reichen. Er habe schon länger darauf gewartet, dass ein Akkuschrauber und der Steckschlüsselsatz bei Lidl Deutschland verfügbar ist. Laut eigener Angabe habe er mindestens zweimal täglich in den Online-Shop die Bestellbarkeit der Artikel geprüft. Am Montag habe es um 7:00 Uhr morgens noch immer geheißen „Demnächst bestellbar“.

Lidl-Kunde verärgert: „Lidl, Adiö mit Ö!“

Der Kunde sei daraufhin in eine Lidl-Filiale gefahren, um die Produkte vor Ort zu erwerben. Doch Fehlanzeige, keiner der Artikel war im Sortiment vorhanden. Doch der Kunde gab nicht auf und suchte vier weitere Filialen auf - ohne Erfolg. Also entschied sich der User nochmals den Online-Shop zu checken und konnte es kaum glauben: „Ausverkauft“. Er kritisierte Lidl „für irgendwas groß Werbung zu machen, was gar nicht vorrätig ist! So verarscht man seine Kundschaft!“ Und zog aus dem Ganzen seine eigene Bilanz: „Lidl, Adiö mit Ö!“

Lidl erklärt sich - der Kunde ist nicht überzeugt

Lidl reagierte auf den verärgerten Facebook-Beitrag ihres Kunden. Sie bedankten sich für das Feedback und erklärten, dass sie das Ziel haben, allen Kunden jederzeit die beworbenen Aktionswaren anbieten zu können. Dafür würden sie für jede Aktion den Bedarf der jeweiligen Produkte auf Grundlage zahlreicher Faktoren, wie beispielsweise ihrer Erfahrungswerte aus vergleichbaren früheren Aktionen, bestimmen. Aufgrund einer unerwartet hohen Nachfrage könne es jedoch sein, dass einzelne Artikel bereits im Laufe des ersten Angebotstages in vielen Filialen und online ausverkauft sind, so Lidl. Zudem komme es während der Corona-Pandemie auch öfter zu Lieferengpässen.

Wenige Tage später verärgert Lidl Wassersport-Freunde - und wieder ist der Grund, dass ein Angebot früh nicht mehr verfügbar ist.

Lidl-Mitarbeiterin stellt sich auf die Seite des wütenden Kunden

Der wütende Kunde war von dieser „Standardantwort“ nicht überzeugt. Und er bekam überraschend Unterstützung. Eine Frau, die nach eigenen Angaben selbst Lidl-Mitarbeiterin ist, meldete sich in den Kommentaren zu Wort. Sie erlebe das Problem des Kunden sehr oft. Ständig seien Artikel zu den Aktionstagen weder im Laden noch online verfügbar! Die verärgerten Kunden würden dann bei ihnen in der Filiale stehen. Und dabei könnten sie als Verkäufer nicht einmal etwas dafür.

Sie kritisierte die Fehlplanung von Lidl. Denn von Aktionsprodukten, die überhaupt nicht gut verkauft werden würden, hätten sie eine große Menge vorrätig. Doch bei Artikeln, wo alle genau wissen würden, dass die Kunden diese wie verrückt kaufen, bekämen sie nur eine geringe Menge. Sie fände es wichtig, dass gerade in der aktuellen Zeit Aktionsware in größeren Mengen zur Verfügung stände. Ein Rewe-Kunde hatte über Twitter seine Empörung über die langen Kassenzettel geteilt und bekam ebenfalls Zustimmung von einem Mitarbeiter. (jsch)

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