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Thermomix-Variante von Lidl: Urteil im Patent-Streit gefallen - mit wohl großen Folgen

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Von: Leyla Yildiz

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Lidl-Schild
Die Supermarktkette Lidl wurde von Vorwerk wegen Diebstahl geistigen Eigentums verklagt. (Archivbild) © Bernd Wüstneck/dpa

Die günstige Alternative des Thermomixs von Lidl ließ den Hersteller des Originals klagen. Ein Gericht entschied nun: Der Discounter darf das Produkt weiter verkaufen.

München - Der Thermomix kann wohl als Ferrari unter den Küchengeräten angesehen werden. Seine Fancommunity schwört auf ihn, andere Menschen stehen dem Produkt schon etwas kritischer gegenüber. Nicht zuletzt wegen des Preises. Der aktuelle Thermomix kostet 1.300 Euro - eine Summe, die sich nicht jeder leisten kann.

Lidl-Alternative zum Thermomix: Vorwerk klagt gegen Discounter

Manche wollen trotzdem nicht auf das Multitalent, das unter anderem häckseln, wiegen, kochen und kneten kann, verzichten. Deswegen greifen die Verbraucher dann eher zu preisgünstigen Alternativen. Doch der Hersteller des Original-Thermomix, Vorwerk, hat mit genau so einem Nachahmer-Produkt ein großes Problem. Der Supermarkt-Riese Lidl hat für einen deutlich kleineren Betrag den Monsieur Cuisine in mehreren europäischen Ländern im Angebot. Dagegen hat Vorwerk eine Klage wegen Diebstahls geistigen Eigentums eingereicht.

Lidl darf weiterhin Thermomix-Alternative verkaufen: Vorwerk scheitert vor Gericht

Der Konzern scheiterte nun vor einem spanischen Berufungsgericht, wie der Spiegel berichtet. Zuvor hatte Vorwerk jedoch Erfolg - ein untergeordnetes Gericht in Spanien entschied, dass Lidl seinen Monsieur Cuisine vom Markt nehmen und an Vorwerk eine Schadensersatzsumme sowie die Gerichtskosten zahlen muss.

Mit dem aktuellen Urteil droht das der Supermarktkette nicht mehr. Die Richter begründeten das Urteil damit, dass sich das Lidl-Produkt vom Thermomix aufgrund mehrerer technischer Merkmale unterscheidet. Zudem sieht das Gericht laut dem Spiegel keine ausreichende „erfinderische Tätigkeit“ in dem Patent für den Thermomix, sodass der Schutz gerechtfertigt sein könnte. „Selbst, wenn das Patent gültig gewesen wäre, hätte Lidl es nicht verletzt“, heißt es in der Erklärung der Richter.

Doch ein Ende ist für Vorwerk damit nicht in Sicht. Das Unternehmen möchte weiterhin gegen den Supermarktriesen vorgehen. (ly)

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