Neue Möglichkeiten im Einzelhandel

Verlängerter Corona-Lockdown: Diese neuen Regeln müssen Verbraucher jetzt beim Einkauf beachten

  • Philipp Fischer
    vonPhilipp Fischer
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Am Montag treten die verschärften Maßnahmen des verlängerten, harten Lockdowns in Kraft. Doch welche Regeln gelten jetzt für den Einzelhandel und was ändert sich für den Verbraucher?

  • Seitdem 11. Januar gelten die neuen Corona-Maßnahmen für den verlängertem Lockdown in Deutschland.
  • Am 25. Januar wollen sich Bund und Länder erneut beraten und Corona*-Maßnahmen für die Zeit, nachdem verlängertem Lockdown beschließen.
  • Für den Einzelnhandel und Verbraucher kommen einige Ergänzungen hinzu.

München - Der Einzelhandel wird auch für die Zeit des verlängerten harten Lockdowns weitestgehend geschlossen bleiben. Trotzdem kommen auf den Einzelhandel einige Veränderungen zu. Von den Ergänzungen sind insbesondere Baumärkte, Möbelhäuser, Sport- und Modehändler betroffen.

Corona-Lockdown in Deutschland: Einzelhandel weiterhin stark eingeschränkt

Seit vergangener Woche steht fest: Der harte Lockdown* geht bis Ende Januar in die Verlängerung. Der Einzelhandel bleibt nach der Einigung von Bund und Ländern am 5. Januar weiterhin größtenteils geschlossen. Nur solche Geschäfte, die für die tägliche Versorgung unverzichtbare Waren bereitstellen, dürfen ihre Pforten öffnen. Dazu zählen zum Beispiel der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Tankstellen, Postfilialen, Tiermärkte, Kioske oder Schreibwarenhändler. Auch der Großhandel bleibt weiterhin offen.

Zudem wird in Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz* von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt. Sobald diese Regel in Kraft tritt, darf der Radius nur noch mit einem „triftigen Grund“ verlassen werden.

Bundesweiter harter Lockdown: Das kommt auf Einzelhändler und Verbraucher zu

Der Einzelhandel bleibt weiterhin größtenteils geschlossen. Dennoch gibt es eine Möglichkeit für Privatpersonen, bei Möbelhäusern, Sport- und Modegeschäften oder Baumärkten einzukaufen. Die Verbraucher haben die Möglichkeit, per Click- und Collect* die Ware zu bestellen und in den Filialen abzuholen.

Die Produkte können je nach Geschäft per Telefon oder im Onlineshop gekauft oder reserviert und anschließend in der entsprechenden Filiale abgeholt werden. Bezahlt werden kann das Produkt per Rechnung, Vorkasse, bei der Abholung oder im Onlineshop.

In den Bundesländern gelten unterschiedliche Regeln für Click- und Collect. In Bayern* muss zum Beispiel bei der Abholung eine FFP2-Maske* getragen werden. Bundesweit gilt, dass der Abholservice ausschließlich mit Terminvergabe erlaubt ist. Trotzdem bleibt offen, wie viele Händler diese Möglichkeit anbieten werden. Denn die Ware vor Ort anprobieren oder in der Filiale stöbern, ist weiterhin verboten. Die laufenden Kosten könnten demnach für viele kleinere Händler größer sein, als der mögliche Umsatz durch Click- und Collect.

Bewegungsradius in Corona-Hotspots: Das ist noch erlaubt

Bund und Länder haben sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass in Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Corona*-Neuinfektionen der Bewegungsradius der Bürger eingeschränkt ist, insofern kein triftiger Grund vorliegt. In dem Beschlusspapier von Bund und Ländern heißt es hierzu. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar.“ Demnach sollten Einkäufe außerhalb des Bewegungsradius weiterhin möglich sein. Doch auch hier weichen die Regeln wieder von Bundesland zu Bundesland ab. Während Baden-Württemberg auf die neuen Einschränkungen verzichtet, gilt der Bewegungsradius in Bayern ab den Stadtgrenzen.

Folgen des verlängerten Lockdowns: Maskenpflicht und Rückgabezeiten

Unverändert bleibt die seit Mitte Dezember geltende Maskenpflicht in Fußgängerzonen, auf Parkplätzen und in den Filialen. Die Öffnungszeiten der jeweiligen Händler sind unweigerlich an die Ausgangssperren der jeweiligen Bundesländer gebunden. Auch hier gibt es wieder Abweichungen. Während Menschen in Bayern das Haus nicht mehr von 21 Uhr bis 5 Uhr verlassen werden darf, gilt die Regelung in Baden-Württemberg schon ab 20 Uhr und in Thüringen erst ab 22 Uhr.

Als kleines Trostpflaster für enttäuschte Kunden haben einige Modehändler ihre Rückgabezeit erhöht. Kunden von H&M, ; Mango oder Sportcheck haben zwischen 60 und bis zu 120 Tage lang Zeit, um ihre Einkäufe zurückzugeben. (phf) merkur.de und tz.de gehören zum bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerk.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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