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McDonald‘s führt neue Verpackung aus ungewöhnlichem Stoff ein - Der Geruch irritiert

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Von: Julia Schöneseiffen

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McDonald‘s verpackt seinen neuen Burger in einem innovativen Papier - es besteht aus Gras. © Michael Gstettenbauer/imago

Passend zur Fußball-EM 2021 ist bei McDonald‘s der Deutschlandburger erhältlich. Der Burger trumpft mit einer innovativen Verpackung auf.

München - Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2021 hat die Fastfood-Kette McDonald‘s einen neuen Burger kreiert: den Deutschlandburger. Dieser wird aber nicht wie üblich in einem Karton serviert, sondern eingewickelt in einem innovativem Papier. Denn das Verpackungsmaterial besteht zu 20 Prozent aus Gras.

McDonald‘s verpackt EM-Burger mit Graspapier: 60 Tonnen weniger Müll

Mit der neuen Verpackung geht die Fastfood-Kette einen weiteren Schritt, Verpackungsmüll zu reduzieren. „Als Marktführer in der Systemgastronomie wollen wir den Weg hin zur Reduzierung von Plastik- und Verpackungsmüll aktiv mitgestalten“, erklärt Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender von McDonald‘s Deutschland.

McDonald‘s Deutschlandburger EM 2021 Graspapier
McDonald‘s verpackt seinen EM-Burger in Graspapier. © McDonald‘s

Das Gras-Papier benötigt bei seiner Produktion weniger Energie und Wasser, und auch der CO2-Ausstoß ist geringer als bei der bisherigen Verpackungsproduktion. Zudem komme das Graspapier ohne Chemie und langen Lieferwegen aus. Damit wird laut McDonald‘s beim Deutschlandburger 70 Prozent des Verpackungsmaterials eingespart. Damit entfallen mehr als 60 Tonnen Verpackungsmüll.

McDonald‘s will Verpackungsmüll reduzieren und nachhaltiger gestalten

McDonald‘s verfolge das Ziel bis 2025 alle Verkaufsverpackungen zu 100 Prozent aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Materialien herzustellen. „So werden wir zukünftig weniger Verpackungsmaterial einsetzen und immer mehr Burger in alternativen Verpackungen, wie beispielsweise innovativem Wrap-Papier, ausgeben“, erklärt Beeck. McDonald‘s hat bereits einige Änderungen für mehr Nachhaltigkeit vorgenommen. Doch nicht alle Kunden freuen sich darüber.

Das Graspapier ist durch das Forest Stewardship Council (FSC) lizenisert. FSC ist eine internationale Non-Profit Organisation, die sich für nachhaltige Forstwirtschaft einsetzt. Bei dem Graspapier steht das FSC-Siegel dafür, dass ganz normales Heu verwendet wurde, welches von bestehenden Grasflächen stammt. So steht es nicht in Konkurrenz zu anderen Nutzungsmöglichkeiten. 

Neue Verpackung beim EM-Burger von McDonalds: „Man meint, man ist im Stadion“

Oliver Happel gehört zu Deutschlands führenden Grasexperten. Er ist Greenkeeper beim 1. FC Nürnberg und damit verantwortlich für die Spielfläche im Stadion. Happel zeigte sich gegenüber welt.de erstaunt: „Ich habe jetzt nicht gedacht, dass aus Gras Papier hergestellt werden kann.“ Doch dank des bayerischen Spezialherstellers Pfleiderer ist dies möglich. Das Unternehmen produziert das Burgerpapier, mit dem auch die McWraps umwickelt werden, mit einem Grasanteil von 20 Prozent für den Fastfood-Riesen.

Das Graspapier ist nicht nur lebensmittelecht und hygienisch, sondern hat auch ein leichtes Aroma von frisch gemähter Wiese, so welt.de. Aber keine Sorge, dies ist für Allergiker unbedenklich. Für Greenkeeper Oliver Hoppel löse das regelrecht Fußballgefühle aus: „Man meint gerade, man ist im Stadion“, schwärmt er gegenüber welt.de. Damit scheint das Graspapier die perfekte Verpackung für den Deutschlandburger anlässlich der Fußball-EM zu sein. (jsch)

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