Bakterien entdeckt

Rückruf mitten in der Plätzchen-Zeit: Große Supermarkt-Kette warnt vor verunreinigtem Mehl - Nicht verzehren!

  • Moritz Bletzinger
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Edeka-Tochter „SPAR“ ruft zwei Sorten Mehl zurück. In einer Charge wurden bakterielle Verunreinigungen gefunden. Der Supermarkt warnt eindringlich.

  • „SPAR“ ruft Mehl zurück. Betroffen ist das „SPAR Weizenmehl universal naturrein Typ W480“.
  • Ursache für den Rückruf sind bakterielle Verunreinigungen im Produkt.
  • In Mehl können sich gefährliche Bakterien absetzen. Auch andere bedenkliche Stoffe bildet das Korn teils selbst.

Salzburg - Mehl-Rückruf bei „SPAR“. Die Edeka-Tochter warnt vor dem Eigenmarken-Produkt „SPAR Weizenmehl universal naturrein Typ W480“. Artikel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum zum Oktober 2021 werden zurückgerufen. Genauer handelt es sich um die Charge L789 12/12:05.

Mehl-Rückruf bei SPAR: Bakterielle Verunreinigung - Supermarkt rät dringend von Verzehr ab

„Kundinnen und Kunden werden aufgefordert, das Produkt nicht zu konsumieren“, alarmiert der Konzern in einer Pressemitteilung. In der Lieferung seien bakterielle Verunreinigungen festgestellt worden. Kunden, die ein betroffenes Mehl-Päckchen gekauft haben, können das selbstverständlich zurückgeben. Auch ohne Kassenbeleg. In allen „SPAR-“, „EUROSPAR-“, „INTERSPAR-“ und Maxi-Markt-Filialen bekommen Kundinnen und Kunden den Kaufpreis zurück.

Ausgerechnet zur Back-Zeit vor Weihnachten: „SPAR“ ruft Mehl zurück - Gefährliche Bakterien wurden im Eigenprodukt gefunden. (Symbolbild)

Die Bakterien-Gefahr von Mehl ist nicht zu unterschätzen. Wie jedes Naturprodukt kann auch Mehl mit Tierkot und pathogenen Keimen in Berührung kommen. Eine Infektion mit E.coli-Bakterien ist die übliche und sehr unangenehme Folge. Auch bei nicht vom Rückruf betroffenem Mehl ist also durchaus Vorsicht geboten. Auch, wenn die Lebensmittelsicherheit in Deutschland gesetzlich sehr streng geregelt ist.

Bakterien in Mehl: Aber auch ohne Keimbelastung können sich gefährliche Stoffe bilden

Mehl muss allerdings nicht zwingend einer Verunreinigung ausgeliefert sein, damit es beim Verzehr gefährlich werden kann. Im sogenannten Mutterkorn finden sich Alkaloide. Ist deren Konzentration zu hoch, führt das zu unschönen Nebenwirkungen. Übelkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und manchmal sogar Halluzinationen sind möglich.

Für Gluten-Allergiker ist herkömmliches Mehl an sich schon unverträglich. Mehl-Alternativen beim Backen werden immer beliebter. Sie binden zwar normalerweise nicht so gut, mit ein paar einfachen Kniffen funktioniert es aber trotzdem und ist auch besonders lecker. (moe)

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