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Milchpreis-Schock: Nächste Produkte kosten im Supermarkt bald mehr – Spirale dürfte folgen

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Von: Patrick Freiwah

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Gefüllter Kühlschrank mit Erzeugnissen wie Milch, Käse, Butter und Quark
Gefüllter Kühlschrank mit Milchprodukten wie Milch, Käse, Butter und Quark. © Michael Gstettenbauer/Imago

Deutsche Verbraucher werden beim Lebensmittelkauf tiefer in die Tasche greifen müssen: Der Verbandschef der Milchindustrie bereitet die Bürger auf massiv steigende Preise vor.

Berlin/München - Deutsche Verbraucher werden sukzessive mit den Auswirkungen von steigenden Energiekosten konfrontiert - und bekommen dies in Form von Preiserhöhungen bei verschiedenen Produkten serviert. Die nächste Teuerungsrate dürfte sich schon bald bei einem Grundnahrungsmittel bemerkbar machen: Milch.

Gegenüber Bild.de erklärt der Geschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes, dass sich Bürger in Deutschland schon bald auf höhere Kosten für Milcherzeugnisse gefasst machen sollten. Verbandsvorsitzender Eckhard Heuser spricht gegenüber dem Portal von durchschnittlich etwa 25 Prozent Preisaufschlag, der sich schon bald - „in der Zeit zwischen Mai und Juli“ - an den Kassen der Supermärkte bemerkbar machen würde.

Milchpreis: Energiekosten sorgen offenbar bald für enormen Anstieg

Das bedeutet, dass eine Ein-Liter-Packung Milch bald womöglich kaum unter einem Euro zu haben ist. Bei anderen Produkten wie Butter oder Käse rechnet Heuser gar mit noch höheren Preissteigerungen. Derzeit ist ein 250-g-Päckchen Butter im Supermarkt zwischen 1,50 Euro und 2,00 Euro zu haben. Im Sommer 2022 sei dann jedoch der (vorläufige?) Höchststand erreicht.

Die sich anbahnende Teuerung von Milchprodukten würde auf höheren Ausgaben der Landwirte und Molkereien für Dünger und Futtermittel basieren. An der Entwicklung ist offenbar nicht nur der Ukraine-Konflikt schuld, ein weiterer Preistreiber ist die Heraufsetzung des Mindestlohns in Deutschland von 9,82 Euro auf 12 Euro im laufenden Jahr.

Die Zeitenwende auf dem Energiesektor zwingt immer mehr Menschen zum Umdenken bezüglich Energieverbrauch. Dabei lässt sich anhand eines bewussten Umgangs einiges an Geld sparen:

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Steigende Energiepreise treiben Inflation hoch - „Bittere und harte Wahrheit“

Dass die Preisspirale bald aufhören wird, sich zu drehen, ist offenbar unwahrscheinlich: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bereitet die Deutschen nach einem Treffen mit Verbänden des Mittelstands auf weitere Steigerungen vor. „Wir werden weiter mit höheren Preisen rechnen müssen“, erklärte der Grünen-Politiker - und führte aus: „Dass der Staat die derzeitige Entwicklung nicht alle auffangen kann, ist die bittere und die harte Wahrheit“. Insgesamt sei die Phase von günstiger fossiler Energie infolge der geplanten Loslösung der Abhängigkeit von russischen Öl- und Gasvorkommen vorbei.

Immerhin hat Finanzminister Christian Lindner vergangenen Woche eine weitere Steuerentlastung in Aussicht gestellt. (PF)

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