Mobile Klimageräte erzeugen angenehme Temperaturen. In Sachen Energieverbrauch sind sie jedoch fragwürdig
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Mobile Klimageräte erzeugen angenehme Temperaturen. In Sachen Energieverbrauch sind sie jedoch fragwürdig.

Mehr Abkühlung kostet einiges

30 Grad und mehr in Deutschland: Mobile Klimaanlage bei Aldi und Co. - doch Vorsicht ist geboten

Das Wetter in Deutschland wird immer heißer. Eine mobile Klimaanlage wie zum Beispiel von Aldi kann Abhilfe schaffen. Doch wie ist es um die Effizienz dieser Geräte bestellt?

Frankfurt/München - Das Wetter in Deutschland ist mittlerweile hochsommerlich bis nahezu tropisch. Vielerorts befinden sich die Temperaturen weit oberhalb der 30-Grad-Marke. Im Zuge dessen bietet eine Klimatisierung von geschlossenen Räumen oftmals eine willkommene Abkühlung.

Seit einigen Tagen gibt es auch bei Discountern wie zum Beispiel Aldi Nord und Süd Klimaanlagen im Angebot, die preiswert erscheinen und in diesem Fall angeblich bis spätestens 3. Juli erhältlich sind. Das Handelsunternehmen bietet das mobile Klimagerät ChillFlex Pro von AEG für 499 Euro im Onlineshop an, statt vorheriger unverbindlicher Preisempfehlung von angeblich 649 Euro.

Mobiles Kühlgerät bei Aldi und Co.: Im Zweifel lieber etwas mehr Geld ausgeben

Wie Chip.de erläutert, hatte Onlineriese Amazon offenbar auf das Aldi-Angebot reagiert und zwischenzeitlich das gleiche Produkt auf den identischen Preis herabgesetzt. Das Portal erklärt aber auch, dass es anderswo noch günstigere Schnäppchen geben könne, die preislich noch darunter liegen. Ein Onlineshop aus der Schweiz (Galaxus) habe gar ein Konkurrenzprodukt eines anderen Herstellers im Angebot, für gerade mal 429 Euro.

In dem Bericht wird nach Auswertung von Rezensionen die These geäußert, dass User das Kühlgerät von Aldi oftmals als zu schwer (33 Kilogramm) und die Lautstärke als störend empfinden. Für qualitativ höherwertige Produkte wären demnach eher Preise im vierstelligen Bereich fällig - speziell im Hinblick auf Energieeffizienz und Geräuschpegel.

Nicht zu vergessen: Aufgrund der stetig steigenden Temperaturen - auch im Zuge des bedrohlichen Klimawandels - kann mit dem Ventilator ein weiteres elektrisches Gerät für Abkühlung sorgen.

Auch wenn die Temperaturen für viele Menschen derzeit unerträglich erscheinen: Das Portal Verivox weist darauf hin, dass mobile Klimageräte mit Vorsicht zu genießen sind und sich zu Kostenfallen entwickeln können. Wer zum Beispiel darauf vertraut, dass die neuen Energielabels beim Abschätzen der Energiekosten (die zuletzt stark anstiegen, wie lange nicht) helfen, sieht sich getäuscht.

Mobile Klimaanlagen: Auf die Effizienz kommt es an - Energiekosten der Knackpunkt

Wie das Vergleichsportal schildert, seien Klimageräte von dem zuletzt eingeführten neuen Energielabel nicht betroffen. Die meisten Erfrischungsgeräte wären mit der Klasse A gekennzeichnet und daher kaum zu unterscheiden. Das ergab eine Auswertung von Produktangeboten des Verbraucherportals Testberichte.de.

Wesentlich für den Energieverbrauch eines Klimageräts (hier stellen wir weitere Modelle vor) ist die Größe des Raumes, der gekühlt werden soll. Eine mobile Klimaanlage lohne sich nur bei überschaubarer Zimmergröße und wenn der Einbau einer festen Klimaanlage aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sei. Mobile Klimageräte seien zuweilen günstig - sie können bei häufiger Verwendung jedoch für hohe Stromkosten sorgen.

Deutsche Haushalte zahlen übrigens mehr für Strom als in allen anderen EU-Ländern. Ein Politiker warnt, dass es sich bald um ein „Luxusgut“ handelt. (PF)

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