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Ekel-Fund in Räucherlachsen: Öko-Test spürt unerwünschte „Gäste“ auf

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Von: Momir Takac

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Öko-Test hat 20 Räucherlachse bewertet. Zwar wurden in keinem Produkt Schadstoffe nachgewiesen, dafür aber teils zahlreiche eklig anmutende „Gäste“.

Frankfurt - Regelmäßig testet das Verbrauchermagazin Öko-Test Produkte und Dienstleistungen. In der neuesten Ausgabe wurden pünktlich vor Weihnachten Räucherlachse getestet, die in verschiedenen Supermärkten und Discountern angeboten werden.

Die Zeitschrift nahm insgesamt 20 Räucherlachse genauer unter die Lupe. 15 sind Zuchtlachse aus Aquakultur, fünf aus freier Wildbahn. Die Produkte wurden auf die Keimbelastung sowie unerwünschte Inhaltsstoffe wie Cadmium, Blei oder Quecksilber getestet. Zuvor hatte die Stiftung Warentest 25 Lachsfilet-Sorten bewertet.

Geräucherter Wild- und Zuchtlachs im Test: Nur einmal die Bestnote vergeben

Das erfreuliche Ergebnis: In keinem der getesteten Produkte befanden sich bedenkliche Inhaltsstoffe: keine Krankheitserreger wie Salmonellen, keine Antibiotika-Reste, keine Schwermetalle. Erstmals wurde auch in keinem der Zuchtlachse das krebsverdächtige Futterkonservierungsmittel Ethoxyquin nachgewiesen. Die Tester ließen aber auch Aussehen, Geruch sowie Geschmack und Faktoren wie Tierwohl, Fischfang und Ökologie in die Bewertung einfließen.

So schaffte nur ein Räucherlachs die Top-Note „sehr gut“: der Wildräucherlachs „Friedrichs Kodiak Wildlachs“ von Gottfried Friedrichs. Die Tester bemängelten einzig die sichtbaren Blutergüsse. Die Note „gut“ sicherten sich bei den Wildlachsen „Fjord Krone Sockeye Wildlachs“ von Norma und „Followfish Sockeye Wildlachs“ von Followfood.

Räucherlachs von Aldi und Norma durch Öko-Test„gut“ bewertet

In der Kategorie Zuchtlachse wurde die Note „gut“ dreimal vergeben: für „Gut Bio Räucherlachs“ von Aldi, „Bio Mare Geräucherter Biolachs“ von Wechsler und „Norfisk Bio Räucherlachs“. Alle weiteren Testprodukte wurden mit „befriedigend“ bewertet.

Auch wenn keiner der untersuchten Räucherlachse durchgefallen ist, gibt es gerade bei Wildlachsen einen faden Beigeschmack. Zwar wurden wie erwähnt keine Schadstoffe nachgewiesen, sehr wohl aber Ekel-Funde gemacht. Die Tester fanden bei drei Wildlachsen relativ viele sogenannter Nematoden.

Eklig, aber unbedenklich: Öko-Test weist Fadenwürmer in geräuchertem Wildlachs nach

Dabei handelt es sich um Fadenwürmer, die als Parasiten ins Fleisch eindringen. Sie sind mit bloßem Auge nicht erkennbar und stellen auch keine Gesundheitsgefahr dar, schreibt Öko-Test. Ekeln Sie sich auch vor der weißen Flüssigkeit, die beim Braten von Lachs austritt? Doch keine Sorge, das sieht zwar unappetitlich aus, ist aber völlig normal und unbedenklich.

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