Frau trinkt blaue Mundspülung aus einem Glas
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21 Mundspülungen wurden von ÖKO-TEST genauer unter die Lupe genommen.

Bedenkliche Inhaltsstoffe

Ökotest vergleicht Mundspülungen: Erstaunliches Ergebnis bei Top-Marken - Gleich fünf zählen zu den Verlierern

  • Elisabeth Urban
    vonElisabeth Urban
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Für frischen Atem und zusätzliche Schutzwirkung gehören Mundspülungen bei Vielen zur Pflegeroutine - einige Markenprodukte enthalten aber bedenkliche Stoffe.

Frankfurt - Neben regelmäßigem und gründlichen Zähneputzen und der Nutzung von Zahnseide können auch Mundspülungen dabei helfen, Karies und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Die Inhaltsstoffe der Produkte für Mundhygiene nahm jetzt das Expert:innen-Team von ÖKO-TEST unter die Lupe. ÖKO-TEST zeigt im Fazit zur Testreihe zunächst die mögliche Schutzwirkung von Mundwasser auf, macht dabei aber auch deutlich: „Mundspülungen sind kein Muss“.

Mundspülungen im Vergleich beim Öko-Test: Darauf legten die Experten wert

Im Test traten insgesamt 21 flouridhaltige Mundspülungen gegeneinander an, neben den Inhaltsstoffen der Flüssigkeit waren auch die Verpackungen eine Bewertungskategorie, bei der Hersteller beispielsweise mit Recycling-Materialien punkten konnten. Außerdem wurden die Hinweise auf der Verpackung auf ihre Vollständigkeit überprüft. Fünf der getesteten Produkte waren als Naturkosmetik zertifiziert, alle Mundspülungen im Vergleich waren nicht speziell für empfindliche oder besonders weiße Zähne ausgeschrieben. Grundsätzlich seien die Produkte erst ab einem gewissen Alter empfehlenswert, so ÖKO-TEST: „Für Kinder unter sechs Jahren sind Mundspülungen tabu“.

Öko-Test nimmt Mundspülungen unter die Lupe: Erstaunliches Ergebnis bei bekannten Marken

Alkohol, der nicht gekennzeichnet beispielsweise zum Problem für Suchtpatienten werden kann, aggressive Tenside oder bedenkliche Konservierungsmittel - die Lösungen aus Supermarkt, Drogerie und Discounter wurden im Labor detailliert untersucht. Natriumlaurylsulfat, BHT, Propylparaben und PEG-Verbindungen waren dabei beispielsweise Inhaltsstoffe, die zu einer kritischen Beurteilung führten. Potentielle Schutzwirkung und die Gebrauchs- und Warnhinweise der Hersteller wurden von zwei Experten der Universität Frankfurt auf Basis der aktuellen Studienlage beurteilt.

Insgesamt schnitt eine Mehrheit der getesteten Spülungen „Sehr gut“ oder „gut“ ab, darunter waren zahlreiche Produkte von Markt-Eigenmarken, die zusätzlich zur positiven Test-Bewertung teilweise auch noch besonders günstig sind. Die fünf Produkte, die ÖKO-TEST basierend auf Inhaltsstoffen, Verpackung und Hinweistexten am kritischsten bewertet hat, stammten hingegen von relativ bekannten Zahnpflege-Marken: Mundspülungen von Listerine, Meridol, Odol-Med, Oral-B und Parodontax gehörten zu den Verlierern des Tests. Sie enthielten unter anderem alle sogenannte PEG-Verbindungen, die die Haut laut ÖKO-TEST durchlässiger für Fremdstoffe machen können. (eu)

Auch bei passierten Tomaten schaute Öko-Test vor kurzem genauer hin - und machte eine beunruhigende Entdeckung.

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