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Aldi, Lidl, Edeka: Preisexplosion! Einige Produkte könnten sogar ganz verschwinden

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Von: Dominik Stallein

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Einkaufswagen mit Lebensmitteln im Supermarkt
Einkäufe werden teurer: In Supermärkten und Discountern müssen Kunden mit höheren Preisen rechnen © Fabian Sommer

Im Supermarkt müssen sich Kunden auf heftige Preissteigerungen gefasst machen: Einige Produkte werden deutlich teurer, wie Kaffee, Nudeln, Säfte und Kosmetik.

München - Der Einkauf wird künftig teurer. Kunden von Aldi, Edeka, Kaufland und Co. müssen sich auf satte Preiserhöhungen einstellen. Viele Hersteller von ganz unterschiedlichen Produkten haben angekündigt, ihre Preise zu erhöhen.

Aldi, Lidl, Edeka und Co: Viele Produkte werden deutlich teurer - Kaffee- und Nudel-Preise steigen

Bereits seit Ende Mai ist bekannt, dass Kaffee teurer wird. Tchibo hatte die Preiserhöhung zuerst angekündigt, jetzt ziehen viele bekannte Marken nach und verlangen höhere Preise. Durchschnittlich zahlen Kunden für den Kaffee jetzt pro Kilo einen Euro mehr als zuvor. Der Grund für die satte Steigerung sind die hohen Rohstoffpreise. Jetzt ist bekannt: Nicht nur für Kaffee müssen Kunden tiefer als bislang in die Tasche greifen.

Alles teurer: Apfelsaft-Preise im Supermarkt explodieren

Besonders heftig ist die Preissteigerung bei einigen Getränken. Förmlich explodiert sind die Preise für Apfelsaft - im Markt und auch bei Lieferdiensten der Discounter wie Aldi. Das zeichnete sich aber schon früh ab. Bereits im Frühjahr hatten Experten davor gewarnt, weil die Apfel-Ernte mies ausgefallen ist. Das macht das Obst deutlich teurer - auch für die Produzenten von Säften. Bio-Apfelsäfte sind besonders betroffen, weil hier die Ernte noch schlechter ausgefallen ist. Vor wenigen Wochen konnten Kunden im Discounter oder Supermarkt noch Apfelsaft für 59 Cent kaufen. Mittlerweile kostet Direktsaft sogar 99 Cent pro Liter.

Nudel-Gerichte werden teurer - oder sogar ganz abgeschafft

Kanada ist das wichtigste Export-Land für Hartweizen. Das wird für Nudeln gebraucht, Hersteller wie Barilla beziehen einen Großteil ihrer Rohstoffe aus diesem Land. Dort ist die Ernte aber in diesem Jahr extrem schlecht ausgefallen. Hartweizen wird deshalb teurer - und in der Folge ist damit zu rechnen, dass Nudelprodukte ebenfalls im Preis anziehen werden. Das werden Kunden nicht nur im Regal bei Aldi, Lidl und Co feststellen, sondern auch im Restaurant. Womit Branchenexperten ebenfalls rechnen: Besonders ausgefallene Nudeltypen könnten bald nicht mehr hergestellt werden, weil sonst zu wenig Weizen für die beliebtesten Nudelsorten zur Verfügung steht. Bunte Nudeln zum Beispiel könnten dann fürs Erste aus den Sortimenten gestrichen werden.

Supermärkte stellen um: Coca Cola hat Preissteigerung angekündigt

Coca-Cola hat bereits einige Händler darüber informiert, dass die Verkaufspreise für viele beliebte Getränke demnächst teurer werden. Fanta, Sprite, Cola und andere Softdrinks sollen künftig mehr kosten. Fast das gesamte Sortiment des Branchenriesen ist von den Teuerungen betroffen. Etwa sieben Prozent teurer werden Cola und Fanta aus der Dose. Um drei bis vier Prozent steigt der Preis bei Flaschen-Getränken. Das sind zwar nur einige Cent Unterschied - bei einem regelmäßigen Einkauf merkt der Kunde das aber auch deutlich. Einige Discounter reagieren darauf bereits. Kunden könnten künftig mehr No-Name-Getränke von weniger bekannten Marken in den Supermarkt-Regalen finden. Mit den richtigen Kniffen lässt sich trotz der Preissteigerungen noch Geld im Supermarkt sparen.

Kosmetikprodukte kosten mehr: Hersteller hat Preise angepasst

Bei dm, Rossmann und anderen Drogeriemärkten werden die Preise ebenfalls steigen. Kosmetik-Hersteller wie Kneipp haben ihre Preise angepasst. Als Grund führt der Branchenriese gestiegene Kosten für Rohstoffe an. Shampoo und andere Kosmetik-Artikel des Herstellers werden teurer, wie das Branchenmagazin Lebensmittelzeitung berichtet. In dem Artikel sagt Kneipp-Chef Jürgen Purper: „Auf Beschaffungsseite ist ein immenser Druck, den wir nicht alleine stemmen können“. Nicht nur in den Märkten werden viele Produkte teurer: Die DHL hat angekündigt, mehr Geld von ihren Geschäftskunden zu verlangen - das merkt über Umwege auch der Käufer.

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