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Omikron besorgt Ikea, Edeka und Co.: Kürzere Öffnungszeiten und Engpässe denkbar

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Von: Franziska Schwarz

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Kommen wegen Omikron verkürzte Öffnungszeiten oder Schließungen? Deutsche Filialen stellen sich bereits auf Einschränkungen ein.

München - Dass Omikron in Deutschland aktuell die Inzidenz hochschnellen lässt*, haben die meisten erwartet. Die Corona*-Variante* ist höchst ansteckend, die Zahl der Infizierten in Quarantäne steigt. Sorge herrscht daher zum Beispiel vor Personalengpässen bei der Polizei*. Aber auch als Kunde könnte man die Welle zu spüren bekommen.

Die Welt am Sonntag hat sich in diesem kalten Januar* im Einzelhandel umgehört und klar ist: Er ist in Habachtstellung. So verzeichne Ikea Deutschland* zurzeit mehr kranke Mitarbeiter als gewöhnlich. Sie fallen unter anderem der Selbstisolation aus, was man aktuell noch kompensieren könne, „aber sollte die Situation deutlich an Dynamik gewinnen, sind Schließungen von Abteilungen und verkürzte Öffnungszeiten nicht auszuschließen“, zitiert die Zeitung eine Sprecherin des Unternehmens.

Omikron trifft Edeka und Co.: Engpässe bei bestimmten Produkten

Auch Supermärkte wie Lidl, Kaufland oder Edeka oder Rewe haben sich bereits umgestellt. Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) forderte laut der Welt am Sonntag, es kurzfristig einfacher zu machen, sich in den Filialen gegenseitig Mitarbeiter zu überlassen. Bei der Rewe-Gruppe sei das bereits teils der Fall: Beschäftigte aus der Verwaltung übernahmen operative Aufgaben.

Die Lebensmittelhändler haben laut dem Bericht bereits ihre Bestände aufgestockt, um Engpässe im Warenangebot zu vermeiden. Gänzlich verhindern lassen die sich nicht. Die Nachfrage nach bestimmten Produkten sei aktuell „auf hohem Niveau“, sagte ein Edeka-Sprecher der Welt am Sonntag, ohne konkrete Waren zu nennen. Es fänden sich aber Alternativen in den Regalen.

Da sich laut einem Edeka-Sprecher die Nachfrage für bestimmte Produkte „auf hohem Niveau“ befinde, könne es bei einzelnen Produkten zu Engpässen kommen. Es gebe aber Alternativen im Regal.

Ein Mann mit Mundnasenschutz schiebt im Januar 2022 einen Einkaufswagen an der Fassade einer Ikea-Filiale mit großem Logo vorbei.
Ikea und Co. stellen sich auf mögliche Personalengpässe wegen Omikron ein. © Artur Widak/Imago

Personal- und Lieferengpässe wegen Omikron: Handelsverband reagiert

Der Einzelhandel fordert deshalb nun, Lieferbeschränkungen auszusetzen. So sollten nach Ansicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) das Verbot von nächtlichen Lieferungen in Innenstädten und das Sonntagsfahrverbot für Lkw vorübergehend aufgehoben werden.

„Die nächtlichen Einfahrverbote für Lkw in viele Städte stehen einer Belieferung der Filialen des Handels entgegen“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth den RND-Zeitungen vom 22. Januar. Daher sollten diese nächtlichen Anlieferbeschränkungen aufgehoben werden, zumindest so lange eine angespannte Lage in den Lieferketten bestehe.

Genth forderte zudem, das Sonntagsfahrverbot für Lkw aufzuheben, damit der Verkehr flexibler geplant und Lieferketten entlastet werden könnten. „Die Politik muss jetzt sehr schnell auf allen Ebenen die entsprechenden Vorkehrungen treffen, damit womöglich auftretende Probleme dann schnell und zielgerichtet gelöst werden können.“ (frs mit Material der dpa)

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