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Lieferengpässe in Deutschland wegen Omikron: Logistik-Chef sieht jetzt „sehr ernstes Problem“

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Von: Markus Hofstetter

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Ein fast leeres Regal ist in einem Supermarkt in Berlin-Wilmersdorf.
 (Archivbild)
Ein fast leeres Regal ist in einem Supermarkt in Berlin-Wilmersdorf. (Archivbild) © Christoph Soeder/dpa

Durch die Omikron-Variante wird ein bestehendes Problem der Speditionen verstärkt. Der Logistikverband BGL warnt bereits vor vermehrten Lieferengpässen.

Frankfurt/Main - Seit Monaten kommt es in Deutschland stellenweise zu Lieferengpässen. Es sind zwar noch keine Verhältnisse wie in Großbritannien, wo leere Regale in Supermärkten fast schon zum Alltag gehören. Doch in bestimmten Bereichen sind Unternehmen und Verbraucher auch hierzulande davon betroffen.

Spediteure befürchten Lieferengpässe wegen Omikron: Unternehmen und Verbraucher bereits jetzt betroffen

Autohersteller wie VW oder BMW klagen über Chipmangel, sie können nicht so viele Autos ausliefern wie sie eigentlich geplant haben. Verbraucher warten monatelang auf die bestellten Fahrräder oder Spielekonsolen. Auch bei Lebensmitteln kommt es vereinzelt zu leeren Stellen in den Regalen.

Eine Ursache dafür sind durch Corona durcheinander gebrachte Lieferketten und ein Mangel an Lastwagenfahrern. Laut dem Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) fehlen bereits jetzt 60.000 bis 80.000 Berufskraftfahrer. Deutschland droht in zwei bis drei Jahren ein Versorgungskollaps ähnlich wie in Großbritannien, warnte der Verband bereits im Oktober letzten Jahres. 

Spediteure befürchten Lieferengpässe wegen Omikron: nicht alle Lieferketten können aufrechterhalten werden

Doch angesichts der drohenden Omikron-Welle spitzt sich die Lage in Deutschland schneller zu. Der BGL sieht die Versorgungssicherheit gefährdet. „Omikron hat das Potenzial, dass Lieferengpässe vermehrt auftreten und nicht alle Lieferketten aufrechterhalten werden können“, sagte BGL-Präsident Dirk Engelhardt der Bild am Sonntag. Einerseits habe man Omikron als ein kurzfristiges, aber „sehr ernstes Problem“, andererseits habe man langfristig einen weltweiten Fahrermangel.

Der BGL-Präsident fordert deshalb von der Politik, jetzt zügig Vorkehrungen zu treffen. So könnte Deutschland in vier bis sechs Regionen aufgeteilt werden, um gezielter auf mögliche Engpässe zu reagieren.

Spediteure befürchten Lieferengpässe wegen Omikron: Politik will Lieferketten stabil halten

In der Politik scheint der Appell Gehör zu finden. Volker Wissing (FDP) versprach, möglichen Engpässen mit aller Kraft entgegenzuwirken. "Wir tun alles, um die Lieferketten stabil zu halten", sagte der Bundesverkehrsminister der Bild am Sonntag. Er lasse sich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen informieren.

Zuletzt hatten Berichte über die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante Angst vor einer Gefährdung der wesentlichen Infrastruktur geschürt. Demnach könnte die Omikron-Welle zu massiven Arbeitsausfällen führen und damit auch die Verfügbarkeit essentieller Dienstleistungen einschränken.

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