Schokoladen-Osterhasen mit Corona-Masken 
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Corona-Chaos um die Oster-Einkäufe - was gilt für Verbraucher:innen? 

Ansturm über die Feiertage

Einkaufs-Chaos trotz gekippter Osterruhe? Das erwartet die Kunden jetzt bei Edeka, Aldi & Co.

  • vonElisabeth Urban
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Nach erheblicher Kritik an der geplanten „Osterruhe“ wurden die Beschlüsse der Bundesregierung wieder gekippt. Was gilt nun für Verbraucher:innen beim Ostereinkauf?

Berlin - Von den Osterruhe-Beschlüssen aus Berlin wären erstmals in der Corona-Pandemie auch die großen Lebensmittelhändler betroffen gewesen - sie hätten am Donnerstag vor Ostern schließen müssen. Die Maßnahmen waren allerdings derart umstritten, dass sie nach erneuten Verhandlungen wieder gekippt wurden - was erwartet die Verbraucher:innen nun beim Einkauf für die Ostertage?

Aldi-Warnung: Schließungen hätten zu „Verdichtung der Einkäufe“ geführt

Insgesamt standen zu den Oster-Beschlüssen im Lebensmittelhandel Befürchtungen von Verbraucherschützer:innen, Handelsverbänden und auch vom Discounter Aldi Süd direkt im Raum. Gegenüber der Welt äußerte eine Vertretung der Markt-Kette ihre größte Sorge: „Eine zusätzliche Schließung am Gründonnerstag wird aus unserer Sicht nicht zu der erhofften Entzerrung der Einkaufstätigkeiten führen, sondern eher zu einer Verdichtung der Einkäufe in der ersten Wochenhälfte sowie am Ostersamstag“. Bernhard Burdick, Lebensmittelexperte der Verbraucherzentrale NRW plädierte gegenüber dem Medium sogar für eine Ausweitung der Geschäftszeiten vor Ostern, um den Kund:innen-Andrang besser verteilen zu können.

Einkauf vor den Feiertagen: Welche Geschäfte haben trotz Pandemie geöffnet?

In einem Sondergipfel wurden die Schließungspläne also wieder gekippt, Supermärkte, Drogeriemärkte sowie Discounter bleiben am Gründonnerstag geöffnet. Auch der Spezialitäten-Einkauf für die Feiertage kann weiterhin ganz normal noch am Gründonnerstag und Karsamstag erfolgen: Lebensmittelgeschäfte wie Bäckereien, Metzgereien oder Delikatessenhändler dürfen Kund:innen im Rahmen der geltenden Hygienebeschränkungen empfangen. An die bisherigen Inzidenz-Bestimmungen müssen sich Kaufhäuser und Einzelhandel halten: Bei einer Inzidenz unter 50 sind reguläre Einkäufe möglich, ab dem Erreichen der Fünfziger-Marke besteht Terminpflicht, liegt die 7-Tage Inzidenz in der jeweiligen Region über 100, darf nur bestellte Ware abgeholt werden.

Während die regulären Geschäfte also am Gründonnerstag und Karsamstag geöffnet bleiben, müssen sie an den gesetzlichen Osterfeiertagen und am Karfreitag schließen. Wer trotzdem noch dringende Besorgungen erledigen muss, dürfte an Tankstellen oder beispielsweise in Bahnhofs-Supermärkten fündig werden: Diese haben meistens eine Sondergenehmigung, mit der sie auch an gesetzlichen Feiertagen verkaufen dürfen. Insgesamt laufen die Einkäufe wie gewohnt mit Maskenpflicht und einer beschränkten Kundenzahl in den Läden.

Corona-Oster-Einkäufe: Diese Tipps sorgen für weniger Stress vor den Feiertagen

Unabhängig von den politischen Entscheidung rät Bernhard Burdick von der Verbraucherzentrale „eine vernünftige Vorratshaltung zu bewahren. Hamsterkäufe führen nur dazu, dass später unnötig Lebensmittel weggeworfen werden müssen“, so der Experte zur Welt. Eine Angst vor Engpässen sei während der gesamten Pandemie großteils unbegründet gewesen, diese seien bisher „nur entstanden, wenn gehortet wurde.“ Für die Ostertage kann beispielsweise eine Vorbestellung bei Bäckereien oder Metzgereien hilfreich sein und Stress reduzieren. Grundsätzlich ist es außerdem sinnvoll, die Stoßzeiten in Supermärkten zu meiden: So herrscht normalerweise zu Wochenbeginn eher weniger Andrang in den Regalreihen, auch die Randzeiten morgens und abends können entsprechend für eine Entzerrung genutzt werden. (eu)

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