Das Logo des Lebensmittel-Discounters Penny ist auf einem Einkaufswagen abgebildet.
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Das Logo des Lebensmittel-Discounters Penny

Geschichte und Sortiment

Penny: Geschichte des Discounters, Sortiment und Filialen

Der deutsche Lebensmittel-Discounter Penny mit Sitz in Köln gehört zur Rewe Group und hat mehr als 2.000 Produkte in seinem Sortiment.

  • Der erste Penny-Markt wurde 1973 gegründet.
  • Penny ist eine Vertriebslinie der Rewe Group.
  • Das Sortiment des Lebensmitteleinzelhändlers umfasst mehr als 2.000 Produkte.

Der erste Penny-Markt eröffnete im Jahr 1973 in Limburg an der Lahn, wobei die Umsätze von Beginn an sehr gut waren. Daher gründete der damalige Eigentümer, die Leibbrand-Gruppe, noch weitere Penny-Märkte, sodass sich der Discounter rasch zu einer Kette entwickelte. Ab 1974 beteiligte sich auch die Rewe Group, die heute ihren Sitz in Köln hat, am Supermarkt. Nach einigen Jahren übernahm Rewe die Märkte vollständig und expandierte auch ins Ausland. So eröffnete man beispielsweise Filialen in Frankreich, den Niederlanden, Italien und England und Penny wurde zu einem der führenden europäischen Discounter im Lebensmitteleinzelhandel. 1999 investierte die Firma in ein neues Ladendesign und erweiterte das Angebot. So nahm der Discounter beispielsweise Zeitungen und Zeitschriften bzw. Pauschalreisen ins Sortiment mit auf. Diese Veränderung prägte die Geschichte des Marktes entscheidend und es folgten Supermärkte in Ungarn, Italien und Österreich. Außerdem erwarb die Rewe Group im Jahr 2009 etwa 300 Filialen von PLUS, rutschte aber schließlich in die Verlustzone, obwohl die Umsätze stabil blieben.

Penny-Markt: Veränderungen im Management

Um am Markt weiter zu bestehen, plante das Unternehmen Veränderungen im Management. Zudem modernisierte der Einzelhändler das Sortiment, um den Kunden nicht nur niedrige Preise, sondern auch Service und Qualität bieten zu können. Im Jahr 2011 positionierte sich der Discounter mit dem Werbeslogan „Erstmal zu Penny“ völlig neu, darüber hinaus wurden auch die Eigenmarken sowie das Erscheinungsbild umgestaltet. Zudem gab es ein neues Logo bzw. Corporate Design. Jeder Penny-Markt wurde außen und innen neu beschildert und mit Inspirationsbildern gestaltet. Zur Präsentation des Sortiments wurden außerdem niedrige Theken und niedrigere Regale aufgestellt. Diese Maßnahmen brachten die Penny-Märkte wieder auf Erfolgskurs. So erreichte das Unternehmen 2012 im ersten Quartal ein Plus von 5,1 Prozent. Heute präsentiert sich der Supermarkt regelmäßig in TV-Spots sowie in Online-, Out-of-Home bzw. Print-Werbekampagnen, wo er für die „Einzigartigkeit“ seiner Filialen und seiner Geschichte wirbt. Gemeinsam mit der Kölner Rewe Group wurde auch das Label „PRO PLANET“ gegründet. Dabei handelt es sich um Eigenmarkenprodukte für den Lebensmitteleinzelhandel, bei denen der Händler auf eine umweltschonende Herstellung Wert legt.

Penny: das Sortiment im Überblick

Das Sortiment der Filialen umfasst rund 2.000 Artikel, wobei Kunden in einem Penny-Markt unter anderem Produkte aus folgenden Warengruppen im Angebot finden:

  • Backwaren
  • Fertigprodukte
  • Drogerieartikel
  • Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren
  • Getränke
  • Käse
  • Gewürze
  • Obst und Gemüse
  • Tiefkühlkost
  • Süßwaren
  • Feinkost
  • Bioprodukte

Die Artikel erneuert das Markt-Team zweimal wöchentlich im Nachrückverfahren, außerdem werden auch Reisen, ein Fotoservice, Haushaltsgeräte und Zeitschriften angeboten. Im Non-Food-Bereich können die Kunden im Supermarkt zudem Textilprodukte erwerben, in unregelmäßigen Abständen wirbt der Discounter Penny außerdem für Musikanlagen, Bildschirme und Fernseher. Weitere Angebote umfassen einen eigenen Handytarif bzw. den sogenannten „Blumengruß“. Da die Rewe Group aus Köln mit Qualität im Lebensmitteleinzelhandel überzeugen möchte, prüft der Discounter seine Waren mithilfe von Tests und regelmäßigen Prüfverkostungen. Zudem verfügt der Markt auch über verschiedene Prüfstufen sowie über ein spezielles QS-Prüfsystem für Fleisch. Tritt eine Abweichung bei den Qualitätsvorgaben auf, so werden die Produkte nach Aussage des Händlers aussortiert. Die Geschichte von Penny zeigt, dass diese Strategie durchaus erfolgreich ist, konnte man doch 2017 ein Plus von 8,3 Prozent erwirtschaften.

Penny: Nutri-Score auf Eigenmarken

Aufbauend auf seiner Geschichte führte der Discounter Penny 2020 einen Nutri-Score auf Eigenmarken-Produkte im Lebensmitteleinzelhandel ein. Mithilfe eines Nutri-Scores kann die Nährwertqualität von Produkten in den Stufen A bis E dargestellt werden. Zur Bewertung dienen die Mengen an bestimmten Nährstoffen, für die es je nach ernährungsphysiologischer Beurteilung dann Plus- bzw. Minus-Punkte gibt. Daraus resultiert eine Gesamtpunktzahl, die auf einer Skala dargestellt wird. Jedes Produkt aus dem Sortiment erhält einen Buchstaben bzw. eine Farbe, wodurch der Konsument die Nährwertqualität der Ware im Supermarkt erkennen kann. Im Penny-Markt sind solche Kennzeichnungen bei der Bio-Eigenmarke Naturgut zu finden. Bereits 2017 stellte die Kölner Rewe Group auch eine Strategie zur Salz- und Zuckerreduktion vor und mittlerweile wurden zahlreiche Rezepturen von Eigenmarken-Produkten verändert. Langfristig sollen die Rezepturen der Eigenmarken so überarbeitet werden, dass die Sensorik der Produkte, die in den Filialen angeboten werden, nicht verändert wird. Der Weg dahin ist je nach Warengruppe verschieden, so wird beispielsweise der Herstellungsprozess mithilfe neuer Technologien verändert, aber auch andere Fruchtkomponenten oder Gewürze kommen zum Einsatz.

Penny-Markt: Nachhaltigkeit als Grundsatz

Seit den 2010er-Jahren spielt auch das Thema Nachhaltigkeit für Penny eine Rolle. So verzichtet die Kölner Rewe Group seit dem Jahr 2014 bei der Produktion von Textilien und Schuhen auf gesundheitsschädliche Chemikalien und auch bei Werbekampagnen für den Discounter liegt der Fokus verstärkt auf Umweltschutz. Ein weiteres Plus des Unternehmens ist seine seit 2015 erhältliche Handelsmarke für den Lebensmitteleinzelhandel, die mehr als 100 biologische, regionale, vegane und vegetarische Produkte umfasst. Des Weiteren verkauft der Supermarkt seit 2016 nicht normgerechte Gemüse- bzw. Obstprodukte wie zum Beispiel krumme Gurken. Die klassische Plastik-Einwegtüte haben die Filialen seit 2017 nicht mehr im Sortiment, stattdessen haben Kunden die Möglichkeit, eine wiederverwertbare und Tüte zu kaufen. Zudem verzichtet der Penny-Markt auch bei Obst- und Gemüseprodukten, wenn es möglich ist, auf eine Verpackung bzw. setzt auf umweltfreundliche Alternativen wie Zellulosenetze, Kartontassen oder Distelölfolie. Das Unternehmen betont, dass ihm ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln wichtig ist. Daher arbeiten alle Märkte mit karitativen Institutionen zusammen, an die laufend Produkte, die noch verwendet werden können, gespendet werden. Zudem informiert man die Kunden mithilfe des Siegels „Lebensmittel sind kostbar“ über die Genussfähigkeit und Lebensmittelhaltbarkeit von Waren nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Ein weiteres Ziel in der Geschichte des Discounters ist es, die Pestizidbelastung von Gemüse und Obst, das aus konventionellem Anbau stammt, zu senken. Aus diesem Grund kooperiert Penny seit dem Jahr 2002 mit der Umweltschutzorganisation Global 2000.

Penny und seine Unternehmensstruktur

Die Penny-Märkte gehören zur REWE Group, die ihren Sitz in Köln hat und auf eine sehr erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Im Jahr 2017 erzielte Penny mit seinem Sortiment einen Umsatz von 17 Milliarden Euro und zählt durch das starke Plus somit zu den führenden europäischen Discountern. Neben den Läden in Deutschland gibt es rund 1400 Filialen in Ungarn, Tschechien, Rumänien, Italien und Österreich, in denen etwa 21.000 Personen im Lebensmitteleinzelhandel beschäftigt sind. In Tschechien entwickelte das Unternehmen einige Märkte nach einem neuen Konzept, die einem traditionellen Wochenmarkt ähnlich sind. In Deutschland stehen den Kunden etwa 2.180 Märkte bzw. rund 28.000 Mitarbeiter zur Verfügung. Die REWE Group ist ein Touristik- und Handelskonzern, der im Jahr 1927 gegründet wurde und in insgesamt 22 europäischen Ländern mit über 360.000 Beschäftigten präsent ist. Zu den Vertriebslinien von REWE gehören neben dem Penny-Markt auch die Supermärkte MERKUR, BILLA, REWE CENTER sowie die toom-Baumärkte. Hinzu kommen auch E-Commerce-Aktivitäten sowie Convenience-Märkte bzw. Tourismus-Veranstalter wie beispielsweise Dertour, Helvetic Tours, Jahn Reisen oder Hotelmarken wie PrimaSol oder Iti.

Penny: interne Ausbildungsprogramme zur Schulung der Mitarbeiter

Ein weiterer Schwerpunkt der Kölner REWE Group liegt auf der Weiterentwicklung und Ausbildung der für den Discounter tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, denen bei Penny ein umfangreiches Angebot an Ausbildungsformaten zur Verfügung steht. Im Rahmen der Karriere-Nachfolge-Planung führt jeder Mitarbeiter in den Filialen ein Gespräch mit seinem Vorgesetzten und bespricht mit ihm die Leistung des Vorjahres sowie die Schwerpunkte der Entwicklung für das kommende Jahr. Mitarbeiter, die im Zentralbereich tätig sind, können ebenfalls aus einer Reihe von Seminaren zur Weiterbildung wählen, darunter beispielsweise Schulungen im EDV-Bereich, Selbstmanagement und Persönlichkeitsentwicklung, Management und Recht sowie Mitarbeiterführung.

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