Penny-Angebot sorgt für Wut.
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Penny-Angebot sorgt für Wut.

Zwei Fronten treffen aufeinander

Penny: Frau wütet nach Kaninchen-Angebot, andere wettern - „Lesen sollte man können“

  • Marc Dimitriu
    vonMarc Dimitriu
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Eine Frau ist wegen einer Fleisch-Werbung von Penny sauer. Allerdings unterläuft ihr bei ihrer Kritik ein kleiner Fehler, den andere sofort gegen sie verwenden.

München - Nicht erst seit gestern hat die vegetarische und vegane Ernährung eine große Bedeutung für viele Menschen. Dabei spielt nicht nur Tierwohl eine große Rolle, sondern auch immer mehr der Klimawandel und ein umweltbewusstes Leben. So machte die deutsche Landwirtschaft laut dem Bundesumweltamt 2018 7,4 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen des Jahres aus. Einen Großteil davon kommt durch die Massentierhaltung. Die Methan- und Lachgasemissionen sind mit rund 87 Prozent nahezu vollständig auf die Rinderhaltung zurückzuführen, wie das WDR-Wissenschafts-Magazin Quarks schreibt. Vegan oder vegetarisch zu Leben führt also zu einem deutlichen Rückgang von Emissionen.

Penny: Frau wettert gegen Tierfleisch-Werbung - „Pfui, schämt euch“

Doch der Großteil der Bevölkerung isst noch Fleisch und so ist es auch noch völlig normal, dass Supermärkte für ihre Fleisch-Produkte werben. Samt Bildern natürlich. Das stößt bei dem ein oder anderen überzeugten Vegetarier oder Veganer nicht gerade auf Gegenliebe.

Eine Frau wütete deswegen nun gegen den Supermarkt Penny, allerdings war sie in ihrer Kritik zumindest teilweise zu voreilig. Weil der Supermarkt in seinem Prospekt ein ganzes Kaninchen bewarb, wurde sie wütend und postete ein Bild des Angebotes auf die Facebookseite von Penny und schrieb: „Pfui, schämt euch - Penny ist für mich ab sofort gestorben! 0,88 € für ein Tierleben, ein Tier mit Gefühlen, Ängsten und Lust auf Leben, genau wie wir.“

Kundin wettert gegen Kaninchen-Werbung.

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Penny: Frau wegen Kaninchen-Werbung wütend - andere Leser wettern - „Lesen sollte man können“

Allerdings war ihr entgangen, dass sich der Preis von 88 Cent auf 100 g bezieht und nicht auf das ganze Tier, was ihr andere Leser in den Kommentaren sofort vorwarfen: „Da steht je 100 g, lesen sollte man können, bevor man gleich gackert wie eine brütende Henne!“ Und auch Penny meldete sich: „Hallo, bei der Aktion handelt es sich um den Preis pro 100 g, nicht um den Preis des ganzen Kaninchens. Danke dir natürlich dennoch für dein Feedback.“

Doch ganz offensichtlich ging es ihr nicht alleine um den Preis, sondern um das Tierleben allgemein: „Habe ich falsch gelesen, bin aber trotzdem gegen Werbung mit toten Tieren.“ Unter dem Post entwickelte sich daraufhin der übliche Streit zwischen überzeugten Fleisch-Essern und umweltbewussten Tierliebhabern. (md)

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