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Kundin ruft zu Boykott auf

„Schämt Euch!“: Neuer Penny-Slogan sorgt für Riesen-Wut - doch Supermarkt kontert gewagt

  • Christina Denk
    vonChristina Denk
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Der neue Penny-Werbeslogan sorgt im Netz für ordentlich Aufsehen. Zahlreiche Kunden beschweren sich über den Supermarkt. Sie sehen ein Grundsatzproblem. Penny scheint das nicht zu stören.

  • Penny wirbt immer wieder mit kurzen, einprägsamen Werbeslogans.
  • Der neueste Spot kommt bei vielen Kunden überhaupt nicht gut an.
  • Sie finden ihn unverantwortlich gegenüber Kindern.

Köln - „Erstmal zu Penny“: Wer kennt ihn nicht, den typischen Werbeslogan des Supermarktes? Knapp und prägnant, die Spots bleiben im Ohr. Doch mit der neuesten Kampagne hat Penny wohl ordentlich ins Klo gegriffen. Da hätte sich ein Blick in den Duden gelohnt, sind sich viele Kunden sicher. Die Beschwerden auf Facebook nehmen kaum ein Ende.

Neuer Penny-Werbeslogan: Kunden sind entsetzt und sehen eindeutiges Problem - „Im Ernst jetzt?“

„Wer günstig will, muss Penny“ - Überall wirbt der Supermarkt aktuell mit dem neuen Werbeslogan. Auf seiner Website, über dem Ladeneingang, auf Social Media und wohl auch im TV. Aber halt. Fehlt da nicht was? Nach Grammatik und korrektem Satzbau klingt der Slogan jedenfalls nicht.

Penny hat sich mit seinem neuen Werbe-Slogan mächtig Ärger eingehandelt. Kunden protestieren auf Facebook.

Das sehen auch zahlreiche Kunden auf Facebook so. „Im Ernst jetzt? ‚Wer günstig will, muss Penny‘? Da bringst du deinen Kindern bei, ganze Sätze zu formulieren und jetzt werde ich alle halbe Stunde im Radio mit eurem Halbsatz getriggert und weil’s nicht reicht direkt im TV abends noch dazu“, beschwert sich eine Kundin beispielsweise und kündigt an: „Ich geh jetzt so lange nicht mehr zu Penny, bis DAS wieder weg ist! Sorry, Strafe muss sein.“

Penny-Werbeslogan sorgt für Aufsehen - Discounter reagiert prompt und gewagt

„Schämt euch!“, auch andere scheinen wenig begeistert von den künstlerischen Werken des Supermarktes. „‚Wer günstig will, muss Penny.‘ Das ist doch keine deutsche Sprache mehr. Kein Wunder, dass die Kinder nicht mehr richtig sprechen können“, beschwert sich ein Kunde. „Absolut peinlich“ ist die Werbung für manche Konsumenten.

Doch die Supermarkt-Kette Penny, die auch schon aufgrund nicht vorhandener Läden in der Kritik stand, nimmt die Beschwerden scheinbar mit Humor. „Schade, dass dir unsere Werbung nicht gefällt. Aber sieh es mal so: Wir sparen vielleicht an Worten, ihr dafür beim Preis.  Viele Grüße dein PENNY Team“, hat der Discounter sofort eine flotte Antwort parat.

Den Blick in den Duden empfiehlt ihnen dagegen ein anderer Kunde: „Wer deutsch will, muss Duden!“, schreibt er. Doch auch hier folgt der Konter prompt: „Merken wir uns für das nächste Mal“, so der Supermarkt. Am Ende bleibt den Erstellern des Werbe-Slogans wohl trotz der Kritik immer noch ein Argument: künstlerische Freiheit. Und die erlaubt bekanntlich so einiges. (chd)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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