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Neue Pfandregeln ab 2022: Mit diesen Änderungen können Sie rechnen

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Von: Lukas Einkammerer

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Ab 2022 müssen sich Verbraucher auf neue Pfand-Regeln einstellen.
Ab 2022 müssen sich Verbraucher auf neue Pfand-Regeln einstellen. (Symbolbild) © Barth/dpa

Nächstes Jahr kommt es bei den bestehenden Pfandregeln zu einigen Änderungen. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier. 

München - Das in den deutschen Supermärkten allgegenwärtige Pfandsystem hat sich in der Vergangenheit stets gut bewährt. Schließlich tut man sowohl der Umwelt einen Gefallen und kann bei erfolgreicher Flaschen-Rückgabe ein paar Euro einstecken - was viele Einkäufer bestimmt erfreuen dürfte. Zum neuen Jahr kommen nun jedoch ein paar wichtige Änderungen dazu, wie die Bundesregierung bekannt gegeben hat.

Neue Pfandregeln 2022: Pfand auf Säfte und Alkoholgetränke

Wer bei Aldi, Rewe und Co. regelmäßig Säfte oder alkoholische Mischgetränke in Plastikflaschen kauft, musste sich bisher nicht mit Pfand-Rückgaben herumschlagen. Denn neben Energydrinks und anderen “Nischenprodukten” galten sie lange als pfandfrei. Ab Januar 2022 sieht es in der Hinsicht jedoch ganz anders aus. Denn das neue Pfandgesetz schreibt dann vor, dass auf alle Einwegflaschen aus Kunststoff mit bis zu drei Litern Inhalt 25 Cent Pfand erhoben wird. Auch Getränkedosen bleiben von dieser Änderung nicht verschont. Pfandfrei sind dann nur Flaschen und Dosen, die bereits im Umlauf sind - zumindest bis zum 1. Juli 2022. 

Neue Pfandregeln 2022: Bald auch Pfand auf Milchgetränke

Eine weitere Änderung, die die Bundesregierung für die kommenden Jahre ankündigte, dürfte sich als eher umstritten erweisen. Denn ab 2024 sollen auch Milchgetränke in Plastikflaschen unter die Pfandpflicht fallen. Diese Maßnahme könnte hygienetechnisch jedoch zu Problemen beim Recyceln führen, denn unter anderem kann sich in den Verpackungen Schimmel bilden. „Plastikflaschen für Milch gehören in den gelben Sack und nicht in die Rücknahmeautomaten“, machte Eckhard Heuser, Geschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes, gegenüber der Lebensmittel Zeitung deutlich. 

Neue Pfandregeln 2022: Änderungen für Einwegflaschen und Lieferdienste

Neben den neuen Pfandregelungen ändert sich auch sonst in der Welt der Einwegflaschen einiges. Denn ab 2025 müssen diese aus mindestens 25 Prozent recyceltem Plastik bestehen - ab 2030 dann sogar aus 30 Prozent. Weiter dürfen Lieferdienste, Caterer und Restaurants, die „Essen-To-Go” anbieten, EU-weit ab 2023 nur noch Mehrwegbehälter verwenden. Einweg-Plastikprodukte wie Strohhalme und Besteck sind seit Juli 2021 bereits verboten. Auch wenn die neuen Maßnahmen drastisch erscheinen mögen, gilt: Wer die Umwelt retten will, der sollte keine halben Sachen machen. (le)

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