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Nicht mehr vegan: Pringles ändert Chips-Rezeptur und begründet das mit Nachhaltigkeit

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Von: Laura May

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Die Stapelchips enthalten nun auch in Deutschland offenbar Süßmolkenpulver – laut dem Kellogg‘s-Konzern ließen sich so Lebensmittelabfälle verringern.

Michigan – Was ist denn an Kartoffeln nicht vegan? Es ist immer wieder erstaunlich, bei wie vielen Produkten die Hersteller auf tierische Produkte zurückgreifen. Neuerdings ist auch in den Pringles-Chips Süßmolkenpulver enthalten. Viele sehen in der Änderung einen Rückschritt. Erst im April machte Pringles negative Schlagzeilen, weil der Preis stieg und der Packungsinhalt reduziert wurde.

Gegen den aktuellen Trend veganer Ernährung ändert der Kellogg‘s-Konzern die Rezeptur der Stapelchips. Was in Großbritannien bereits im Dezember 2021 eingeführt wurde, wird laut dem Portal Utopia.de jetzt. auch in Deutschland Realität. Fast alle Sorten Pringles enthalten in Zukunft Süßmolkenpulver, ein Nebenprodukt der Käseherstellung in dehydrierter Form.

Eine bunte Mischung an Produkten steht in einem Supermarktregal
Verschiedene Sorten Pringles in einem Supermarkt. © Manuel Geisser/imago

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Pringles-Chips nicht mehr vegan: Mit Süßmolkenpulver zu mehr Nachhaltigkeit?

Kellogg‘s, eines der weltweit größten Unternehmen zur Herstellung von Getreideprodukten, begründet die Änderung des Rezepts zum einen mit wirtschaftlichen Überlegungen, also billigerer Produktion. Zum anderen könnten durch die Maßnahme Lebensmittelabfälle verringert werden.

„Durch die Zugabe von Milch können wir die Kapazität erhöhen, Kosten sparen und die Menge an Lebensmittelabfällen reduzieren, die beim Wechsel der Gewürze durch die allergenbedingte Reinigung entstehen. Die Verringerung der Lebensmittelabfälle hilft uns dabei, unsere Nachhaltigkeitsverpflichtung zu erreichen, die organischen Abfälle einschließlich der Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren“, sagte Kellogg‘s im Dezember 2021 auf Nachfrage von Vegan Food UK. Das berichtete damals auch Utopia.de.

Nur noch die Sorte „Original“ bleibt frei vom Milchprodukt. Ob der Schritt dem Produkt wirklich guttut, bleibt abzuwarten. Denn: Immer mehr Menschen leben vegan und können künftig keine Pringles mehr essen. Auch Personen mit einer Laktoseunverträglichkeit bleibt der Genuss des Knabbergebäcks jetzt verwehrt. Nach verlorenem Rechtsstreit fallen Pringles unter den Begriff Knabbergebäck und dürfen nicht mehr Kartoffelchips genannt werden, da sie aus Kartoffelpüreepulver hergestellt werden.

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