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2G-Regelung in Supermärkten und Co.: Real bezieht Stellung - und nimmt eigene Mitarbeiter ins Visier

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Von: Jonas Raab

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Immer mehr Supermärkte distanzieren sich von einer 2G-Regel in ihren Filialen. Jetzt äußert sich auch Real.

Düsseldorf - Erst Niedersachsen, dann Hessen und bald ganz Deutschland? Die ersten beiden Bundesländer haben das 2G-Optionsmodell bereits auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet – also auch auf Geschäfte des täglichen Bedarfs. Supermärkte wie Edeka, Lidl oder Real haben seitdem das Recht, nur noch geimpfte und genesene Menschen in ihre Filialen zu lassen. Geht es nach dem Handelsverband, soll die Knallhart-Regel schnell auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Doch wollen die Supermärkte davon überhaupt Gebrauch machen?

Der Handelsverband bezweifelt das, wie auch dessen hessischer Ableger bei einer Mitgliederbefragung festgestellt hat: Für vier von fünf Handelsbetrieben in Hessen ist das sogenannte 2G-Modell demnach keine Option. Daneben haben bereits nahezu alle großen Handelsketten öffentlich auf die Möglichkeit der Einführung einer 2G-Regel in ihren Filialen reagiert. Die Discounter Aldi und Lidl sowie die Märkte der Rewe Group (Rewe, Penny, Toom Baumarkt) positionierten sich ablehnend.

2G-Regel beim Einkaufen: Immer mehr Supermärkte distanzieren sich – was plant Real?

„Einzelne Kundengruppen vom Einkauf auszuschließen würde grundsätzlich unserem Selbstverständnis des zuverlässigen Grundversorgers widersprechen“, teilte beispielsweise Aldi Nord mit. Lidl und Rewe erteilten der 2G-Regel beim RedaktionsNetzwerk Deutschland. Eine klare Absage. Auch die Handelskette Kaufland reagierte bereits mit einem richtungsweisenden Statement, Konkurrent Edeka zog bald nach. Nun bezieht auch Real zur möglichen 2G-Regel Stellung:

Das Düsseldorfer Handelsunternehmen betreibt rund 270 Filialen in ganz Deutschland. Auf Anfrage von t-online teilte das Unternehmen mit, dass nicht geplant sei, von der 2G-Option in einzelnen Bundesländern Gebrauch zu machen. Im Gegensatz zu Edeka gilt das für jede einzelne Filiale: „Derartige Entscheidungen werden bei uns zentral getroffen und gelten ausnahmslos für alle Standorte“, erklärte ein Unternehmenssprecher.

2G-Regel? Real erklärt Absage mit eigenen Mitarbeitern: „Kein triftiger Grund“

Auch warum die 2G-Sperre für Kunden für die Real-Kette keine Option ist, erklärte der Sprecher: Die Umsetzung dieser Regel würde voraussetzen, dass alle Mitarbeiter geimpft oder genesen seien. Das ist scheinbar nicht der Fall. Denn: „Eine geplante 2G-Umsetzung stellt jedoch Stand heute auf Grundlage des geltenden Datenschutzes keinen triftigen Grund dar, Beschäftigte nach ihrem Impfstatus fragen zu dürfen”, erklärte der Sprecher. (jo)

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