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Flughafen-Chaos vermeiden: Fünf Reise-Tipps, um entspannt in den Urlaub zu kommen

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Von: Stella Henrich

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Mit Sommerferien-Beginn geht es für viele Menschen in den Urlaub. Doch Corona hat in der Reisebranche Spuren hinterlassen. Was Reisende wissen müssen, um an Flughäfen kein Chaos zu erleben.

München ‒ Flüge gestrichen, verspätete Maschinen, lange Warteschlangen an Terminals und Pannen bei der Abfertigung am Flughafen. Die schlechten Nachrichten überschlagen sich förmlich. Dabei haben sich doch alle so gefreut, endlich wieder - nach beinahe zwei Jahren Corona-Pandemie - verreisen zu dürfen. Das dürfte schon vor Beginn der Reise so manchem die Stimmung gehörig vermiesen.

Denn eine schnelle Besserung des Reise-Chaos ist nicht in Sicht. An deutschen Flughäfen knirscht es schon mit Start der Hauptreisezeit gewaltig. Es fehlt nicht nur an Bodenpersonal, um den Passagieransturm in den kommenden Wochen zu bewältigen. Wegen der Pandemie konnten auch viele Piloten ihre Trainingsflüge nicht antreten. Dies führt auch zu einem weiteren Engpass an deutschen Flughäfen. Dazu kommen noch krankheitsbedingte Ausfälle durch Corona. Zum Start der Sommerferien meldeten sich allein in NRW mehr als 10 Prozent der Mitarbeitenden krank. Soweit die schlechten Nachrichten im kurzen Überblick.

Flughafenchaos: Reisende sollten sich gut vorbereiten

Denn wer gut vorbereitet auf das bevorstehende Reisechaos ist, kann stressige Situationen vermeiden. „Treffen Sie ihre Vorbereitung schon zu Hause“, rät der Vizepräsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol, bei Merkur.de., um Flughafen-Chaos zu vermeiden. Dazu zählt, Flüssigkeiten in Tüten packen, auf die entsprechenden Mengen achten, keine Feile, keine Harpune oder Waffen ins Handgepäck packen. Es sei zudem „nicht hilfreich“, wegen hoher Gepäckgebühren mehrere Handgepäckstücke mitzunehmen, dann dauere alles noch länger.

Eine Check-in-Station für Reisende am Flughafen Berlin-Brandenburg.
Eine Check-in-Station am Flughafen Berlin-Brandenburg. (Symbolbild) © Anita Bugge/imago

Um den Passagieransturm zu bewältigen, kann der Check-in für die ersten Flüge bereits um 3.30 Uhr beginnen, teilt der Hamburg Airport mit. Check-in-Schalter und die Self-Bag-Drop-Automaten stünden dafür bereit. Passagiere sollten sich also erkundigen, wie die Check-in-Zeiten an ihren Flughäfen sind, um nicht lange warten zu müssen. Der Hamburger Flughafenchef Michael Eggenschwiler empfiehlt, zweieinhalb Stunden vor Abflug auf dem Flughafen zu sein, oder auch „einen Tick früher“, besonders für Flüge zu den Spitzenzeiten um die Mittagszeit sowie zwischen 16 und 18 Uhr.

Urlaubs-Tipps für Flugreisende:
1. Tippmit wenig Handgepäck reisen
2. TippHandgepäck früher ausgeben
3. TippReisende sollten sich erkundigen, ob sie einen Tag vor Reisebeginn ihr Gepäck ausgeben können
4. Tippnicht an Feiertagen reisen, um lange Warteschlangen zu vermeiden
5. Tippschließen sie eine Reiseversicherung vor Beginn des Urlaubs ab. Hilft, wenn beispielsweise Flug gestrichen wird

Reise-Chaos: Europäische Flughäfen sind auf Urlauber gut vorbereitet

Wer im europäischen Ausland Urlaub macht, für den dürfte das Reisen soundso entspannter sein. Denn wie eine dpa-Umfrage ergab, haben die Flughäfen in der Türkei und in Griechenland mit den schönen Inseln Rhodos, Kos und Kreta alles gut koordiniert und den Betrieb unter Kontrolle.

Auch bei den Italienern läuft der Flughafenbetrieb in Rom und Mailand relativ störungsfrei. Die Airports mussten dank der Corona-Hilfspakete der Regierung kaum Personal abbauen. Chaotische Szenen beim Check-in, den Sicherheitskontrollen und der Abfertigung der Passagiere schlossen die Flughafen-Chefs von Mailand und Rom kategorisch aus.

Gute Nachrichten gibt es zudem von kleineren Airports beliebter Ferienziele. Zypern, Gran Canaria, Madeira und Kroatien geben grünen Licht für Urlauber. Auch dort ist alles weitgehend unter Kontrolle. Ebenso in Sizilien und Sardinien.

Sollte es dennoch zu gestrichenen Flügen kommen, kann der betroffene Fluggast Rechte gegenüber der Airline oder dem Reiseveranstalter geltend machen. Auch wenn der Koffer verloren geht, ein Alptraum für Urlauber, ist richtiges Handeln am Flughafen wichtig. Viele Airlines stellen Fluggästen dann sogar einen „Notfallkoffer“ zur Verfügung. Reisende sollten auch rechtzeitig an eine Booster-Impfung denken. So empfiehlt die EU-Gesundheitsbehörde vor allem Menschen über 60 Jahren so schnell wie möglich eine Corona-Auffrischungsimpfung.

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