Auf einem Tisch liegt ein Kassenzettel, darauf liegen fünf verschiedene Euro-Münzen.
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Ein Rewe-Kunde ärgerte sich über die Länge seines Kassenzettels. (Symbolbild)

Ärger um Bon

„Wahnsinn“: Rewe-Kunde völlig empört über Kassenzettel - selbst Supermarkt-Mitarbeiter stimmt zu

  • Raffael Scherer
    vonRaffael Scherer
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Ein Rewe-Kunde hatte beim Einkauf ein einziges Produkt vergessen. Als er dann den zweiten Kassenbon sah, war er von dessen Länge sichtlich verärgert.

Worms - Ob beim Wocheneinkauf, für den Grillabend oder für den kleinen Snack zwischendurch: Gerne stellt man nach dem Supermarkt-Besuch auf dem Heimweg fest, dass man irgendetwas vergessen hat. So ging es auch einem Rewe-Kunden aus Worms. Wegen eines Gorgonzola-Käses machte er kehrt und stellte sich erneut an der Kasse an. Beim Kassenbon für das 1,99 Euro teure Produkt staunte er dann nicht schlecht.

Verärgert postete er daraufhin den Kassenzettel auf Twitter. Der Grund: Nach der Auflistung des Käses und der Kartenzahlung war das Ende noch nicht erreicht. Stattdessen reihten sich drei Werbeanzeigen untereinander, wodurch der Bon etwa doppelt so lang wurde als notwendig. Der Kunde hat offenbar sogar nachgemessen: „Ein Gorgonzola und 39 cm Kassenbon“ schrieb er dazu.

Sogar Rewe-Mitarbeiter von langen Kassenzetteln genervt

Diese unnötige Papierverschwendung sei laut dem Rewe-Kunden „Wahnsinn“. Als Verfechter der Nachhaltigkeit fragte er die Supermarktkette obendrein, ob das so sein müsse. Weitere Twitter-Nutzer reagierten ebenfalls gereizt: „So ein Schwachsinn“ oder „völlig überflüssig“, pflichteten sie dem Kunden in den Kommentaren bei.

Ein Kommentator äußerte Mitleid gegenüber den Kassierern, die wegen der langen Zettel die negative Kritik der Kunden aushalten müssten. Und sogar ein Rewe-Mitarbeiter selbst fühlte sich von den langen Bons gestört. So erklärte er unter dem Post, dass er die Werbung auf den Kassenzetteln nicht beeinflussen könnte. „Mich als Kassierer nervt es langsam auch“ schrieb er.

Rewe reagiert auf Kundenkritik: „Ressourcenschonender und zielgerichteter als über Handzettel“

Bei einer ähnlichen Kritik vergangenen Jahres meldete sich Rewe zu dem Thema zu Wort. Damals war dem Unternehmen vorgehalten worden, dass die online-propagierte Nachhaltigkeit im Wiederspruch zu den langen Kassenzetteln stehe. Rewe antwortete, dass in begrenzten Kampagnenzeiträumen Aktionen und Einkaufsvorteile mithilfe der Kassenbons beworben würden. „Schlussendlich ist diese Art der Werbung ressourcenschonender und zielgerichteter als über Handzettel, Plakate usw.“, so das Unternehmen.

Des Weiteren verwies Rewe auf die Möglichkeit des „eBons“. Mithilfe einer Payback-Karte könne sich auf der Website des Supermarktes angemeldet werden, um fortan statt des Papier-Kassenzettels eine E-Mail über die Einkauf-Details zu erhalten. Der Rewe-Kunde behauptete auf Twitter jedoch, sogar solch eine Karte besessen - und trotzdem die Rechnung ausgedruckt bekommen zu haben. Darum sollten Sie übrigens ihren Kassenzettel nicht im Geldbeutel aufbewahren. Auch bei der Supermarktkette Aldi Süd sorgte kürzlich ein Kassenbon für Verwirrung.

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