Rewe
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Ein Rewe Schriftzug hängt vor einem Supermarkt.

Wegen defekter Mikrowelle

„Unterste Schublade“: Rewe-Kunde läuft bei Rückerstattung gegen Wand und klagt sein Leid

  • VonClara Marie Tietze
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Kundenservice ist nicht immer auch gleich kundenfreundlich. Das erfuhr ein Facebook-Nutzer scheinbar kürzlich bei einer defekten Bestellung von Rewe.

Köln - Der Kundenservice des Supermarkt-Riesen Rewe hat vor wenigen Tagen einen Käufer nach dessen Angaben so sehr erbost, dass sich dieser nicht anders zu helfen wusste, als sein Anliegen öffentlich bei Facebook zu teilen. Er habe im März dieses Jahres eine Mikrowelle bei Rewe bestellt, die bereits defekt geliefert wurde. Sofort habe er die Mikrowelle reklamiert. „Nach ewigem hin und her“ bekam der Kunde dann laut Facebook-Post einen Retourenschein sowie die Telefonnummer der Service-Hotline.

Als sich länger nichts tut, nimmt der Nutzer sein Glück selbst in die Hand und ruft dort an. Doch dabei stellte sich heraus: Man hat ihm scheinbar nicht die Service-Hotline der Werkstatt, sondern die des Herstellers gegeben. Dieser fühlt sich laut Kunde nicht zuständig und verweist diesen weiter an die Werkstatt, die die Mikrowelle reparieren sollte. Aber auch hier wird jede Verantwortung abgewiesen: Das Gerät werde nicht dort repariert, sondern zum Hersteller zurückgeschickt. Von eben diesem solle der Kunde auch seine Rückerstattung verlangen, berichtet der Kunde weiter.

Wütender Rewe-Kunde über Service: Keiner ist zuständig

Damit noch nicht genug. Nach einem weiteren Anruf beim Hersteller ist der Nutzer seiner Schilderung nach kein Stückchen schlauer: Denn dieser sei weiterhin nicht zuständig und habe auch kein Gerät bekommen. Entnervt meldet sich der Kunde nach eigenen Angaben als Nächstes beim Rewe-Service. Doch „was für eine Überraschung, dort wird die Zuständigkeit auch wieder von sich geschoben“, schreibt er weiter. Als letzten Ausweg sieht er dann die Veröffentlichung seiner Misere auf Facebook.

Rewe-Kundenservice findet die Erfahrung „wirklich schade“

Prompt antwortet Rewe auf den Facebook-Beitrag und findet die beschriebenen Erfahrungen erstmal „wirklich schade“. Um die Sache weiterzuverfolgen wird der Kunde aufgefordert, sich bei dem Unternehmen mit Angabe der Kundennummer, E-Mail-Adresse und Bestellnummer zu melden, wie im Kommentar zu lesen ist. Ob der Kunde das nach diesem telefonischen Spießrutenlauf noch tut, bleibt leider offen. Ein anderer Facebook-Nutzer hat jedenfalls noch einen Tipp für den Mikrowellen-Käufer: „In solchen Fällen immer sofort das Online Rückgaberecht in Anspruch nehmen. Schont unheimlich die Nerven.“

Dass guter Kundenservice nicht immer ganz einfach zu finden ist, mussten auch mehrere Lidl-Kunden erfahren, die der Konzern nach einem tollen Angebot einfach im Regen stehen ließ. Dabei wäre es so einfach positives Feedback von seinen Kunden zu bekommen. Man müsste diesen einfach zuhören, so wie es dieser Supermarkt bei einer lang ersehnten Produktgruppe gemacht hat.

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