Eine Kunststofffolie pro Quarkbällchen? Für Kunden zu viel.
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Eine Kunststofffolie pro Quarkbällchen? Für Kunden zu viel.

Wegen Hygiene?

„Eine Schweigeminute bitte“: Rewe-Kundin entsetzt über Fund - Supermarkt will der Sache nachgehen

  • Tim Althoff
    vonTim Althoff
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Überall wird derzeit versucht, den Verbrauch von Kunststoffen zu vermeiden. Eine Rewe-Filiale zeigte nun anhand von Quarkbällchen, wie es nicht geht. Zum Ärger einer Kundin.

München - Im Sinne der Umwelt sind Menschen und Unternehmen derzeit angehalten, den Verbrauch von Kunststoffen und Plastik zu vermeiden. Dass das im Alltagsgebrauch nicht immer funktioniert, ist geschenkt. Eine Rewe-Filiale hat nun allerdings gezeigt, dass die Sensibilisierung in dieser Thematik noch nicht überall angekommen ist. So wurden Quarkbällchen in einem Gebäck-Behälter zur Selbstbedienung angeboten. Dabei befand sich jedoch jedes einzelne Quarkbällchen in einer eigenen Kunststofffolie.

Einer Nutzerin fotografierte diesen unsinnigen Ressourcenverbrauch und postete es auf der Facebook-Seite von Rewe: „Hier sehen wir sinnlos verpackte Quarkbällchen beim Rewe in Calw. Wofür muss man da jetzt bitte Kunststofffolien einsetzen? Eine Schweigeminute bitte.“ In der Regel nimmt man sich seine Gebäckstücke mit einer Greifzange aus den Behältern und packt sie in eine kleine Papiertüte. Möglich, dass die Greifzangen aufgrund von Hygienemaßnahmen nicht mehr ausgelegt werden.

Rewe reagierte und will der Sache nachgehen

Mehrere Quarkbällchen in einzelnen Kunststofffolien verpackt.

Die Facebook-Seite der Supermarkt-Kette lieferte jedenfalls keine genaue Antwort: „Die Reduktion von Verpackungen und Ressourcenverbrauch ist uns sehr wichtig – auch im Sinne der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Daher möchten wir der Sache einmal nachgehen. Könntest du uns hierzu per PN den Markt nennen? Dann geben wir das weiter“, lautete die Rückmeldung auf den Beitrag.

Ein anderer Nutzer spekulierte, die Quarkbällchen würden einzeln verpackt werden, weil zu viele Menschen unhygienisch mit der bloßen Hand in die Fächer greifen würden. Die Konsequenz daraus würde allerdings ergeben, dass dann auch jede einzelne Semmel und alle anderen Gebäckstücke separat mit einer Kunststofffolie verpackt werden müssten.

Rewe mit unnötigem Verbrauch: Userin nennt Alternative

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„Ich kenne keinen, der nur ein Quarkbällchen kauft. Meist kauft man sich 3-4Stk, da könnte man alternativ mehrere verpacken, um auch etwas Material zu sparen aber doch nicht ein einzelnes?? Also bei aller Liebe..! Jeder versucht heutzutage Kunststoff zu vermeiden und auf Alternativen wie z.B. Papier umzusteigen“, so die Antwort der Userin, die den Beitrag postete.

Inwieweit Rewe nun Konsequenzen gezogen hat, ist nicht klar. Dank der Beschwerden einiger Facebook-User werden die Supermärkte allerdings immer mehr sensibilisiert, vom Kunststoff-Gebrauch abzusehen. Ein Kunde von Media Markt musste sich zuletzt ebenfalls auf Facebook beschweren. Dessen Produkt wurde ihm in einem äußerst unhygienischen Zustand zugestellt. (ta)

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