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Masken-Rückruf in Deutschland: Ministerium warnt vor Mundschutz - begünstigt Corona-Infektion

  • Marc Dimitriu
    vonMarc Dimitriu
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An vielen Orten in Deutschland gilt eine FFP2-Masken-Pflicht. Jetzt warnt das Gesundheitsministerium vor der Nutzung von bestimmten Masken. Mängel können nicht ausgeschlossen werden.

Kiel - Nach dem Bayern vorgelegt hatte, gilt nun auch in anderen Teilen Deutschlands eine FFP2-Masken-Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten. Die Masken schützen im Gegensatz zu Alltags- oder OP-Masken nicht nur andere, sondern auch einen selbst. Im Kampf gegen immer noch hohe Infektions-Zahlen sollen sie helfen, die Ansteckungen mit Corona zu minimieren.

Rückruf von Corona-Maske: Gesundheitsministerium warnt vor KN95-Masken

Doch nicht alle Masken, die erhältlich sind, sind auch sicher. Um sich vor Fälschungen zu schützen, ist es wichtig, beim Kauf auf die CE-Kennzeichen mit einer vierstelligen Kennnummer zu achten. Diese zeigt an, dass die OP- und FFP-Masken ein erfolgreiches Nachweisverfahren durchlaufen haben und welche Behörde die Maske geprüft hat.

Aber es können sich auch Fehler einschleichen. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren in Schleswig-Holstein warnt vor bestimmten KN95-Atemschutzmasken. Bei KN95 handelt es sich um ein Schutzniveau in der chinesischen Norm für Atemschutzmasken. Die Schutzwirkung ist ungefähr vergleichbar mit N95 in der US-amerikanischen und FFP-2 der europäischen Norm.

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Masken-Rückruf: Gesundheitsministerium warnt vor mangelhaften KN95-Masken

Nach einem Hinweis warnt das Gesundheitsministerium vor sich im Umlauf befindenden mangelhaften KN95-Masken. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass diese aufgrund deutlicher Mängel ihre Funktion nicht erfüllen und dadurch die Übertragung einer Infektion begünstigen. Betroffen sind Masken mit folgender Kennzeichnung:

KN95 Protective Mask
Model No: ZX-168
GB-2626-2006
Bilder der gefälschten KN95 Maske.

Rückruf von KN95-Maske: Fehlende Kennzeichnung

Die KN95-Protective-Mask hat zwar eine CE Kennzeichnung auf der Verpackung, aber die zwingend notwendige Angabe der vierstelligen Zertifizierungsstelle (Bsp: CE 1234) fehlt.

Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein schreibt in seiner Pressemitteilung: „Die Masken entsprechen nach den derzeitigen Kenntnissen auch nicht den Anforderungen der geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, dürfen also beispielsweise auch nicht in Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden. Der Vertriebsweg ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.“ Sollte der Hersteller oder Vertreiber ausfindig gemacht werden, müsste ein Rückruf folgen. Erst kürzlich gab es einen Rückruf von bedenklichen KN95-Atemschutzmasken durch das europäische Schnellwarnsystem RAPEX.

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Rubriklistenbild: © Sozialministerium

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