Krebserregender Stoff entdeckt

Rückruf: Gift in Snack gefunden - Auf keinen Fall verzehren!

  • Marc Dimitriu
    vonMarc Dimitriu
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Ein Hersteller ruft mehrere Chargen eines Snacks zurück. Das Produkt ist verunreinigt und darf auf keinen Fall verzehrt werden.

Norderstedt - Wenn es im Winter früh dunkel wird, legen sich viele gerne auf die Couch und verbringen ihren Abend im warmen Heim mit Netflix oder dem klassischen Fernsehen. Vor allem während des derzeitigen Lockdowns gibt es wohl wenige andere Beschäftigungen. Und zu einem TV-Abend gehört natürlich etwas zu knabbern dazu. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, derzeit gibt es einen Snack-Rückruf*. Das Unternehmen Genuport Trade GmbH und der Hersteller De Kroes aus den Niederlanden rufen eins ihrer Produkte wegen gefährlicher Verunreinigungen mit einem Gift zurück.

Ein Einkaufswagen mit Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs wird über den Parkplatz eines Supermarkts geschoben.

Rückruf von Cracker Käse & Körner: Käse-Cracker verunreinigt

Die Cracker Käse & Körner der Marke Cräx enthalten Sesamsamen, bei denen der Grenzwerte für Ethylenoxid (ETO) überschritten wurde. Betroffen sind die Chargen 0253 und 0275, mit dem Mindesthaltbarkeitsdaten 09.09.2021 und 01.10.2021.

Artikel-BezeichnungHerkunftslandGrammaturMHDCharge
Cräx Cracker Käse & KörnerNiederlande70g09.09.2021 / 01.10.2021 0253 / 0275

Rückruf von Käse-Crackern: Ethylenoxid enthalten - Krebsgefahr

Ethylenoxid ist hochgefährlich. Die Chemikalie ist giftig und krebserregend. Zu den kurzfristigen Symptomen werden Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Übelkeit und in schlimmeren Fällen Zuckungen und Krämpfe bis hin zu einem komatösen Zustand gezählt. In Deutschland ist Ethylenoxid seit 1981 im Lebensmittelbereich verboten.

Das Portal Produktrueckrufe.de berichtet zudem, dass unter anderem Europa seit Sommer 2020 von einer großen Menge indischer Sesam-Saat „überflutet“ werde, die mit dem Pflanzenschutzmittel kontaminiert sind. Ethylenoxid gehört damit zu den häufigsten Gründen für einen Rückruf*.

Zuletzt kam es aufgrund der Chemikalie zu mehreren Rückrufen* in kurzer Zeit. Betroffen waren unter anderem vier verschiedene Müsli-Sorten*, zwei Brot-Backmischungen und Grissini-Stangen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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