Rückruf gestartet

Deutschlandweiter Lebensmittel-Rückruf: „Lebensbedrohliche Entgleisung des Stoffwechsels“ möglich

  • Felix Durach
    VonFelix Durach
    schließen

Ein Berliner Lebensmittel-Unternehmen hat einen Rückruf für drei Produkte gestartet, die aufgrund einer zu hohen Menge Jod gesundheitliche Schäden verursachen können.

Berlin - Das Superfood-StartUp Alvego (Algen, Vegan, to Go) aus Berlin hat am Montag einen Rückruf, für bestimmte Chargen und Sorten des von ihnen vertriebenen Algensalats gestartet. Als Grund für den Rückruf gab das Unternehmen an, dass eine „deutlich zu hohe Menge Jod pro Glas in einer Charge“ festgestellt worden war.

Rückruf: Alvego ruft deutschlandweit vertriebenen Algensalat zurück

Betroffen von dem Rückruf sind die 190-Gramm-Gläser der Bio-Algensalate „Roter Algensalat - Nordische Art“ (Charge: M1113), „Gelber Algensalat - Orientalische Art“ (Charge: M1506) und „Lila Algensalat - Mediterrane Art“ (Charge: M1325) mit dem Mindeshaltbarkeitsdatum 28.01.2022 bzw. 29.01.2022.

In welchen Läden und Fillialen Alvego die Produkte vertrieben hat, die nun zurückgerufen werden, wird von Unternehmensseite nicht angegeben. Da die Produkte jedoch auch online vertrieben werden, ist davon auszugehen, dass der Rückruf das komplette Bundesgebiet betrifft.

Rückruf: Gefahr gerade für alte Menschen - „Lebensbedrohlichen Entgleisung des Stoffwechsels“

Von einem Verzehr der entsprechenden Produkte sollte abgesehen werden, da die deutlich erhöhte Menge an Jod erhebliche gesundheitliche Auswirkungen auslösen kann. Das Unternehmen schreibt hierzu in seinem Rückruf: „Insbesondere bei älteren Menschen mit einer funktionellen Autonomie der Schilddrüse, kann es schon nach einmaligem Verzehr dieser jodreichen Algen zu einer jondinduzierten Hyperthyreose und damit unter Umständen zu einer lebensbedrohlichen Entgleisung des Stoffwechsels kommen.“ Auch Kindern und Erwachsenen könnten langfristig gesundheitliche Schäden davontragen.

Kunden, die ein entsprechendes Produkt erworben haben, werden dazu aufgefordert, es bei der jeweiligen Verkaufsstelle zurückzugeben. (fd)

Ebenfalls am Montag wurde ein Rückruf für Rinderhackfleisch gestartet, dass deutschlandweit in Filialen von Aldi und Lidl vertrieben wurde.

Rubriklistenbild: © Martin Wagner/imago-images

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare