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Warenrückruf bei Edeka und Netto: „Sicherheit des Produktes nicht mehr vollständig gewährleistet“

  • VonJohannes Pressler
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Die Wernsing Feinkost GmbH und die betroffenen Handelsunternehmen, darunter auch Edeka, sollen umgehend reagiert haben und die entsprechende Ware aus dem Verkauf genommen haben.

Addrup-Essen - Wer in letzter Zeit im Supermarkt eine Nachspeise wie Rote Grütze gekauft hat, sollte vielleicht noch mal genau überlegen, wo er oder sie das Produkt gekauft hat. Denn die Wernsing Feinkost GmbH gab am Dienstag (8. September) bekannt, dass Eigenmarken-Grützeerzeugnisse von Edeka bzw. Marktkauf und Netto-Markendiscount zurückgerufen werden: „Im Rahmen einer Eigenuntersuchung wurde ein Abbauprodukt des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid nachgewiesen.“

Warenrückruf bei Edeka & Co: Folgende Produkte sind betroffen

Betroffen sind (voraussichtlich bundesweit) folgende vier Produkte in 1000-Gramm-Bechern: Von der Marke „GUT&GÜNSTIG“ (Edeka/Marktkauf) die Artikel „Rote Grütze“ (Mindeshaltbarkeitsdatum bis 26.11.2021) und „Kirsch Grütze“ (MHD bis 21.11.2021) sowie von der Marke „Beste Ernte“ die Artikel „Rote Grütze“ (MHD bis 5.11.2021) und „Kirsch Grütze“ (MHD bis 19.11.2021). Es wird versichert, dass Artikel mit anderen Mindeshaltbarkeitsdaten nicht betroffen sein sollen.

Eingetragen soll das Gas über das Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl sein. „Die Sicherheit des Produktes ist damit nicht mehr vollständig gewährleistet“, heißt es vonseiten des Lebensmittelkonzerns. Vom Verzehr der Produkte wird abgeraten. Kunden, die eines der oben genannten Produkte gekauft haben, können diese gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben - auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Ethylenoxid: Das müssen Sie über das Gas wissen

Ethylenoxid, das für den Warenrückruf verantwortlich ist, ist ein Gas mit süßlichem Geruch. Es ist hochentzündlich und krebserregend. Ethylenoxid wird als Verdickungsmittel oder Stabilisator in zahlreichen Lebensmittelprodukten verwendet. Durch die sterilisierende Wirkung wird es auch als Desinfektionsmittel eingesetzt. In der EU ist das Gas zur Produktion von Lebens- und Futtermittel verboten. In vielen Drittstaaten wird Ethylenoxid allerdings weiterhin zur Bekämpfung von Pilzen und Bakterien verwendet.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/imago

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