Gesundheitsgefährdung droht

Edeka-Rückruf: Achtung Glassplitter! Erstickungsgefahr und innere Blutungen drohen - Große Gefahr für Kinder

  • vonJosef Forster
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Die Supermarktkette Edeka wendet sich mit einem Rückruf an die Öffentlichkeit. Der Grund: Verkaufter Bio-Babybrei kann die Gesundheit von Babys gefährden.

  • Edeka ruft das Produkt „EDEKA Bio Heidelbeere in Birne nach dem 4. Monat“ im 190-Gramm-Glas zurück.
  • Betroffen von dem Rückruf ist ausschließlich Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.07.2022.
  • Der Babybrei wurde bundesweit verkauft.

Hamburg - Der Handelsriese Edeka sorgt mit einem öffentlichkeitswirksamen Rückruf für Aufsehen: Verkaufter Bio-Brei der Eigenmarke „EDEKA Bio Heidelbeere in Birne nach dem 4. Monat“ kann Glassplitter enthalten. Die gefährlichen Splitter können abhängig von Größe und Beschaffenheit zu Schnitten und Verletzungen der Speiseröhre sowie innerer Organe verursachen*. Durch das Verschlucken sind Atemnot und Erstickungsgefahr auch nicht auszuschließen.

Besonders bei Kleinkindern ist die Gefahr deshalb besonders hoch. Betroffen sind die 190mm-Gläser mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.07.2022. Kunden, die das Produkt kauften, wird vom Verfüttern abgeraten. Die Supermarktkette begründete den Rückruf mit „vorbeugendem Verbraucherschutz“, der durch die verkauften Produkte nicht gewährleistet werden kann. Edeka ließ verlauten, dass keine weiteren Produkte der Marke „EDEKA Bio“ von der Rückruf-Aktion betroffen seien. Außerdem seien Chargen mit einem anderen Mindesthaltbarkeitsdatum als dem 28.07.2022 unbedenklich. Das Produkt wurde „vorwiegend“ bei Edeka und Marktkauf angeboten.

Edeka-Rückruf: Das Produkt ist betroffen

Glassplitter: EDEKA ruft Bio-Babybrei zurück

Edeka: Erstattung des Kaufpreises auch ohne Kassenbon

In der Mitteilung vom Donnerstag (07.01.2021) bestätigte Edeka außerdem, dass die Rückerstattung des Kaufpreises auch ohne Kassenbon erfolge. Kunden, die das betroffene Produkt kauften, können dieses gegen Rückerstattung des Kaufpreises an ihren Einkaufsstätten zurückgeben.

Trotz der schnellen und transparenten Reaktion von Edeka gelang das Produkt in Umlauf. Das Unternehmen versicherte jedoch, dass „die betroffenen Handelsunternehmen umgehend reagiert (...) und die entsprechende Ware sofort aus dem Verkauf genommen (haben)“. Über die Tatsache, wie die Glassplitter in die Babynahrung gelangten, machte Edeka keine Angabe.

Edeka-Rückruf: Das gilt es für Kunden zu beachten

Wenn ein Unternehmen ein fehlerhaftes Produkt zurückruft, nimmt es dieses aus dem Verkauf, um eine weitere Verbreitung des schadhaften Produkts zu verhindern. Aushänge in den Verkaufsstätten und öffentliche Mitteilungen bieten für die Unternehmen die Möglichkeit, auf das zurückgerufene Produkt aufmerksam zu machen. Betroffene Kunden können so, im Regelfall, das schadhafte Produkt im Laden zurückgeben. Der Kaufpreis wird dabei zurückerstattet. (jf) *24hamburg.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images/Gottfried Czepluch

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