Zu sehen ist ein aufgeschnittener Camembert-Käse, der auf einer Tischdecke platziert wurde. Um ihn herum sind Brote sowie eine Tomate platziert.
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Zwei Camembert-Produkte vom französischen Hersteller Gillot SAS werden in Deutschland zurückgerufen.

Befürchtung von „gesundheitlichen Beschwerden“

Zwei Käsesorten zurückgerufen – ein Produkt bereits bundesweit verkauft

Großer Käse-Rückruf. Das Unternehmen Gillot SASaus Frankreich zieht zwei seiner Käsesorten vom Markt ab. Deutschland ist hiervon stark betroffen.

Saint-Hilaire-de-Briouze (Frankreich) – Der französische Hersteller Gillot SAS startet einen Rückruf für sein Produkt „Camembert de Normandie AOP St. Hilaire aux lait cru“ in der 250-Gramm-Packung. Wie das Unternehmen mitteilt, seien in dem Käse sogenannte E-coli-Bakterien nachgewiesen worden. Diese können unter anderem zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

Konkret bezieht sich der Rückruf auf das Käse-Produkt von Gillot SAS mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 07.08.2021, dem Identitätskennzeichen FR 61.402.001 CE sowie der LOS-Kennzeichnung 161311. Über das Internetportal „lebensmittelwarnung.de“ veröffentlicht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BLV) eine Verbraucherinformation, die nähere Auskunft über den Rückruf gibt.

Bundesweiter Rückruf von Käseprodukt: Nachgewiesene Bakterien zwingen Hersteller Gillot SAS zum Handeln

„Im Käse dieser Charge wurden bei einer Untersuchung verotoxinbildende E.coli (Stx1-Gen) festgestellt, die beim Verzehr des Artikels wahrscheinlich gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können“, heißt es in dem offiziellen Schreiben. Das Käseprodukt von Gillot SAS sei bundesweit über unterschiedliche Vertriebswege in den Verkehr gebracht worden.

Bereits gekaufter „Camembert de Normandie AOP St. Hilaire aux lait cru“ in der 250-Gramm-Packung soll nicht verzehrt werden. Gekaufte Ware kann beim entsprechenden Händler zurückgegeben werden, die Kosten werden zudem erstattet. Die im Käse nachgewiesenen E-coli-Bakterien können beim Menschen verschiedene Erkrankungen auslösen. Je nach Schweregrad kann es laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu wässrigen bis blutigen Durchfällen kommen.

Gemäß Fachleuten kann eine Infektion bei Erwachsenen aber auch frei von jeglichen Symptomen ablaufen. Als Folge der Infektion mit den genannten Bakterien droht im schlimmsten Fall das ämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Hiermit wird eine Krankheit bezeichnet, die sich beispielsweise in akutem Nierenversagen und Blutgerinnungsstörungen äußert. In Einzelfällen führt HUS sogar zum Tod.

Verdacht auf Kontamination mit Bakterien: Weiterer Camembert von Gillot SAS wird aus dem Verkauf genommen

Neben dem „Camembert de Normandie AOP St. Hilaire aux lait cru“ ruft Gillot SAS noch ein weiteres Käseprodukt zurück. Hierbei handelt es sich um den „Camembert de Normandie AOP Marie Harel au lait cru“, ebenfalls in der 250-Gramm-Packung. Der Grund für diesen Rückruf ist der Verdacht auf Kontamination mit unerwünschten Bakterien (Escherichia coli, STX1-Gen, STEC)).

Deswegen wird das entsprechende Produkt vom französischen Hersteller aus dem Verkauf genommen. Folgende Bundesländer sind von diesem Rückruf betroffen: Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz sowie Sachsen-Anhalt.

Ebenso Gesundheitsgefahr besteht durch ein Pesto von Lidl, dass mittlerweile in zwei Ländern zurückgerufen wurde. Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufen.

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