Eine Fußgängerzone in Köln zeigt Menschen mit Masken zur Vorweihnachtszeit.
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Corona-Masken sind wichtiger denn je für den Alltag. Ein Hersteller hat jetzt aber ein Produkt zurückgerufen, das nicht verwendet werden sollte.
Berlin - Corona-Masken sind derzeit für den Alltag unverzichtbar. Damit schützen Menschen nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor einer Infektion. Jetzt ist aber Vorsicht geboten! Ein Produkt wurde zurückgerufen. Es handelt sich um die „7-Monatsschutzmaske viral Protect in den Größen M und L“, die unter anderem über die Drogerie-Kette Müller vertrieben wurde.
Den Rückruf der Corona-Masken verbreitet Müller über die offizielle Homepage. Demnach sei die Maske seit dem 30. Oktober verkauft worden. „Bitte prüfen Sie die Betroffenheit Ihres Artikels und stellen Sie die Nutzung bzw. den Verzehr umgehend ein! Weitere Maßnahmen: Die Rückgabe des betroffenen Artikels ist in jeder unserer Filialen möglich. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet“, heißt es dort. Wobei der Begriff „Verzehr“ bei einer Corona-Maske wohl etwas ungewöhlich ist.
So sieht die Maske Viral Protect aus.
© Viral Protect
Als Grund für den Rückruf wird „starker Geruch“ angegeben. Reicht das schon für einen Rückruf? Es ist wohl noch schlimmer, wie etwa produktwarnung.eu berichtet. Das Portal berichtet von einem Statement des Herstellers Media Chain Products GmbH. Demnach sei in einer Maske der Charge 100406 der AZO-Farbstoff Anilin nachgewiesen worden.
Dieser wurde im Einfassband einer Maske besagter Charge entdeckt. Dem Portal zufolge werden die Masken des Herstellers nicht nur bei Müller verkauft, sondern auch online. Ob nur die Produkte betroffen sind, die bei der Drogerie-Kette angeboten wurden, ist unklar.
Ebenso nicht gesichert ist, ob nur ein störender Geruch zu befürchten ist oder sogar noch weit mehr. Denn bei Anilin handelt es sich um ein Gift. „Anilin steht im Verdacht, krebserregend zu sein und kann vermutlich genetische Defekte verursachen“, schreibt beispielsweise NDR.de. Das Gift ist aber in begrenzten Mengen etwa auch in Jeanshosen zu finden. Insofern ist wohl die Menge relevant. Sicher ist: Nach dem Rückruf sollten die besagten Corona-Masken nicht verwendet werden. (lin)